Aus der Pfarrgemeinde

KirchgängerInnen dachten über das Danken nach

Ostinghausen. Hilfe im Flutgebiet, Hilfe bei der Arbeitsstelle, Nachbarschaftshilfe… Es gibt so viele Momente im Leben, in denen uns Gutes widerfährt und die das Wörtchen DANKE wert sind. Deshalb empfingen auch die MitarbeiterInnen des Messvorbereitungskreises Ostinghausen die Andachtsbesucherinnen Ende Oktober mit einem großen Plakat, auf dem der Begriff in verschiedenen Sprachen stand.

In dem Monat, der jedes Jahr mit dem Erntedankfest beginnt, liegt es gewissermaßen auf der Hand, über das Gute und Schöne im Alltag einmal nachzudenken. Gebete, Lieder, Impulse, biblische Gedanken… Das alles hatte das engagierte (ehrenamtliche!) Vorbereitungsteam liebevoll herausgesucht und zusammengestellt. Mit einer netten, schön verpackten Mitgabe – enthalten war eine Geschichte aus dem Wortgottesdienst  – und vielen persönlichen (Gebets)Anregungen wurden die zahlreich erschienenen GottesdienstteilnehmerInnen in den Abend verabschiedet.

Natürlich sagten am Ende viele der Anwesenden auch das besagte Wörtchen Richtung der Vorbereitenden…

 

Ehemaliger Messdiener radelt für den guten Zweck

Ostinghausen. Auf dem Weg bis zum Ende der Welt – so hieße Kap Finistere, wenn man es aus dem Spanischen übersetzt – ist in diesen Tagen Michael Hagenkamp aus Ostinghausen unterwegs. Der 23jährige, der über viele Jahre aktiv in der Ministrantenschar der Pfarrei Heilige Familie auch als Leiter mitwirkte, radelt von seiner Heimat 2700 km lang auf dem Jakobsweg nicht aus reinem Freizeitvergnügen, sondern vor allem aus sozialen Gründen: Für jeden Kilometer (das ist sein Ziel) soll jeweils ein Euro an die Organisation Ärzte ohne Grenzen fließen, die sich in den Krisensituationen der Welt humanitär einsetzt.

Warum Michael Hagenkamp sich ausgerechnet für diese Initiative entschieden hat, sagt er selbst: „Ärzte ohne Grenzen hilft Menschen in Not, Opfern von Katastrophen und von bewaffneten Konflikten. Wenn Epidemien ausbrechen, Naturkatastrophen ganze Landstriche verwüsten oder hunderttausende Menschen vor bewaffneten Konflikten fliehen, sind die Teams von Ärzte ohne Grenzen oft als Erste vor Ort. Denn sie werden immer dort aktiv, wo das Überleben von Kindern und Erwachsenen gefährdet ist. Bei Ärzte ohne Grenzen engagieren sich Tausende humanitäre Helferinnen und Helfer. Sie sind Ärzte, Pfleger und Pflegerinnen, Psychologen, Verwaltungsmitarbeiter und Logistikexpertinnen. Sie helfen all jenen, die dringend Hilfe benötigen, unabhängig von deren ethnischer Herkunft oder politischen und religiösen Überzeugungen.
Ärzte ohne Grenzen finanziert sich fast ausschließlich über private Spenden. Nur so können sie weiterhin unabhängig, unparteiisch und neutral handeln und dort helfen, wo es am dringendsten notwendig ist.“

Am zweiten Oktoberwochenende wurde in der Abendmesse von St. Christophorus ein Brief von ihm vorgelesen, der mit den Worten endete: „Radeln werde ich allein, das Spendenziel erreichen wir nur gemeinsam!“.

Mittlerweile hat der junge Mann das erste Etappenziel – Santiago de Compostela – erreicht (Foto).  Wer die „gute Sache“ finanziell unterstützen möchte, kann seinen Beitrag überweisen an IBAN: DE 72 3702 0500 0009 7097 00 (Kontoinhaber: Ärzte ohne Grenzen / Verwendungszweck: Mit dem Rad ans Ende der Welt – Aktion von Michael Hagenkamp). Die Spendenaktion läuft noch bis zum 1. Dezember 2021! Weitere Informationen finden Sie auch auf der Seite seiner Heimatpfarrei unter www.heilige-familie-badsassendorf.de! In den Kirchen von St. Bonifatius (Bad Sassendorf) und St. Christophorus (Ostinghausen) liegen zudem einige Info-Flyer aus.

Info-Flyer ...

Kindergarten versammelte sich zum Erntedank in St. Christophorus

Ostinghausen. Freunde, Familie, Geburtstage, die Gesundheit, die Tiere, die Blumen… Es gab eine Menge an Ideen, die den Mädchen und Jungen in den Sinn kamen, wofür sie im Leben dankbar sind. Anlass dieser Fragerunde war der Erntedankgottesdienst, den sie jetzt als Kita-Gemeinde – nach langer Corona-Pause – wieder in ihrer Pfarrkirche feiern durften. Nachdem alle die Erntekrone, wie in jedem Jahr gestaltet von ehrenamtlichen Frauen aus Ostinghausen, bewundert hatten, fiel ihr Blick auf eine Sonnenblume. Das Schöne an ihr ist die goldene Farbe und die Ausrichtung zur Sonne, für uns oft ein Sinnbild für Jesus. Eine zweite Blume gestalteten sie dann schließlich selbst – mit ihren Einfällen zum Wörtchen DANKE. Mit Gottes Segen und einer kleinen Sonne „für die Hosentasche“ gingen die jungen Christen zurück in ihren Kindergartenalltag.

 

Vorankündigung: Päckchengottesdienst im Advent

Ostinghausen. Bad Sassendorf. Eine kleine Tradition haben bereits die besonderen Messfeiern in der Pfarrei Heilige Familie, die ihr Augenmerk auf die Soester Tafel richten… Im Advent werden im „Schiefen Turm“ (Alt St. Thomä / Soest) Geschenkpakete mit (haltbaren) Lebensmitteln oder Hygieneartikeln gesammelt, um sie bedürftigen Menschen als Weihnachtsgabe zugutekommen zu lassen. In diesem Jahr werden aus diesem Anlass wieder eigens dafür gestaltete Eucharistiefeiern in St. Christophorus Ostinghausen und St. Bonifatius Bad Sassendorf – in denen Gemeindemitglieder und Interessierte ihre Pakete mitbringen dürfen – am dritten Adventswochenende gefeiert.

Ein erstes Vorbereitungstreffen findet dazu am 9. November um 19:30 Uhr im Pfarrheim Ostinghausen statt. Hier sind weitere „MitstreiterInnen“ herzlich willkommen. Infos gibt es bei der Gemeindereferentin unter felicitas.hecker@pr-soest.de oder unter 02921 / 53614! Das Foto entstand im vergangenen Dezember in der Pfarrkirche St. Christophorus.

Jugendgottesdienst folgt den Spuren von Franziskus

Bad Sassendorf. Heilige – das klingt nach Menschen, die in einer anderen Welt leben. Können sie uns heute dennoch was sagen? Dieser Frage geht der Jugendgottesdienst am 31. Oktober nach. Beginn ist um 17:00 Uhr an der Bonifatiuskirche. Gemeinsam machen sich dann die 12- bis 18jährigen auf den Weg durch den Kurort, um den Hl. Franz von Assisi kennenzulernen. Deshalb sollte an wettergemäße Kleidung gedacht werden. Der Abschluss ist wieder in der Kirche an der Wilhelmstraße, gemütlich soll es dann noch im Bonifatiushaus ausklingen.

Das Vorbereitungsteam freut sich auf viele TeilnehmerInnen! Es ist der zweite besondere Gottesdienst für die junge Generation, der in der Pfarrei Heilige Familie in diesem Jahr angeboten wird. Im Sommer fand bereits eine Messe am Lagerfeuer in Ostinghausen (Foto) statt, die auf eine große Resonanz stieß. Das Angebot ist für alle dieser Altersklasse offen!

 

 

Beeindruckende Pilgerfahrt 2021 auf den Spuren von Veith-Stoß und Riemenschneider durch´s Frankenland.

Coronabedingt hatte sich das Vorbereitungsteam in diesem Jahr entschieden, die Pilgerfahrt in Deutschland stattfinden zu lassen, wo ansonsten auch internationale Ziel auf dem Programm stehen. Sehr bereichert von den Erlebnissen und Eindrücken kehrte die Pilgergruppe nach einer Woche aus dem Frankenland zurück. In Würzburg kam es zur Begegnung mit dem Heiligen Bonifatius und dem Hl. Klilian. Die beeindruckende Residenz, der Dom, die Festung und das Käppele sowie die Barock- und Rokkokogärten in Veitshöchheim waren voller Entdeckungsmöglichkeiten. Weiter ging´s nach Creglingen mit dem Herrgottsaltar und ins mittelalterliche Rothenburg o.d.T. sowie nach Dettwang zum Heilig Kreuz Altar. Die Wallfahrtskirche Maria im Weingarten mit Riemenschneiders Madonna im Rosenkranz durfte ebenso wenig fehlen, wie der Kaiserdom in Bamberg, die Benediktinerabtei Banz sowie die Basilika 14 Heiligen, wo wir auch dem Hl. Christophorus begegneten. Die Gottesdienste an besonderen Orten, die Gemeinschaft untereinander sowie die hervorragende Reiseleitung durch den Kunsthistoriker Dr. Jakobs machten die diesjährige Pilger-Fahrt, die die Pfarrei Hl. Familie regelmäßig alle 2 Jahre anbietet, zu einem tollen Erlebnis. Alle freuen sich bereits darauf, 2023 wieder neue Ziele in den Blick zu nehmen. Lassen wir uns überraschen, was das Vorbereitungsteam ins Auge fassen wird.

 

Erstes Treffen „Friedenslicht 2021“

Bad Sassendorf. Ein kleines Licht, das die Welt umkreist… Auch in diesem Jahr erwarten viele Gläubige wieder das Friedenslicht. Entzündet in der Geburtsgrotte in Betlehem nimmt es von dort seinen Weg in die ganze Welt und wird per Flugzeug und Zug in aller Herren Länder verteilt. In Bad Sassendorf wurde es ebenfalls stets von zahlreichen Menschen im Advent begrüßt.

Das Vorbereitungsteam trifft sich zur Vorbereitung der Lichtfeier das erste Mal am 11. Oktober um 18:30 Uhr im Bonifatiushaus. Interessierte, die dazu stoßen möchten, melden sich bitte bei felicitas.hecker@pr-soest.de! Wie bei allen Veranstaltungen in den Pfarrheimen gilt auch hier die 3-G-Regel!

(Das Foto stammt von der Andacht aus dem Advent 2017)

Gremien & Messdienerschar der Pfarrei Heilige Familie fuhren reiche Ernte ein

Ostinghausen. Ein leuchtendes Sonnen(blumen)kreuz, eine bunte Erntekrone, Obst und Gemüse der heimischen Gärten und Felder…: Schon bei der Ankunft konnten sich alle Gemeindemitglieder beim Erntedankfest auf Haus Düsse herzlich willkommen fühlen. Der Pfarrgemeinderat der katholischen Kirche hatte eingeladen, zahlreich wurde diesem Aufruf am ersten Wochenende im Oktober gefolgt. „Wir in Gottes Garten“ lautete das Motto – das hatten viele doch schon mal in anderem Zusammen-hang gehört?! Die Erinnerung täuschte nicht, denn der PGR-Ausschuss „Erntedank-fest“ hatte sich ganz bewusst für das Leitwort der Kommunionvor-bereitung 2020 entschieden. Vier Kinder aus diesem Jahrgang waren auch „Ehrengäste“ in der Messe: Fritz Barth, Teo Müller, Hanna Neumann und Lukas Urban wurden unter dem Jubel der KirchbesucherInnen in die Ministrantenschar eingeführt.

Am Beginn des feierlichen Gottesdienstes – der von den Musikern rund um Daniel Bange wunderbar musikalisch gestaltet wurde – richtete sich der Blick aber zunächst auf die Ernte: Im Oktober ist das Korn reif, nach getaner Arbeit in der Landwirtschaft wird es heimgeholt. Da war dem Pfarrgemeinderat im Vorfeld aufgefallen: So eine „Ernte“ haben doch auch wir – nach vierjähriger Arbeit im „Weinberg Gottes“ – eingefahren. In ihrer Amtsperiode (ab November 2017) wurde einiges auf die Beine gestellt: Päckchengottesdienst im Advent, Jugendtreff am Lagerfeuer, Messen an besonderen Orten (u.a. Schützenhalle, Kurpark und Hof Haulle Bad Sassendorf sowie auf dem Kapellenplatz Bettinghausen) waren dabei nur einige der Beispiele, die Helmut Josch, Eva Mittrup, Melanie Rickert-Föhring, Simone Brockhausen, Eva Küstermeier und Nils Becker in den Sinn kamen. Aber auch der scheidende Kirchenvorstand – dafür sprach stellvertretend Pastor Reinhold Frickenstein – durfte genauso stolz auf seine zurückliegenden Projekte sein – insbesondere wurde hier die Kirchenrenovierung in St. Bonifatius genannt. So konnte auch im übertragenen Sinne ein richtiges Erntedankfest gefeiert werden.

Im Tagesevangelium richtete der Evangelist Markus seinen Blick ganz speziell auf die Kinder, ein idealer Anknüpfungspunkt für einen weiteren Höhepunkt in dieser besonderen Messe. In der Predigt wurde nämlich ein neuer Baum den überraschten KirchbesucherInnen präsentiert: Kein Apfelbaum, keine Fichte, keine Linde stand auf dem Altar, sondern die neue Gattung „Messdienerbaum“. Dieser musste natürlich fachmännisch erklärt werden: Ein starker Baum hat Wurzeln, das ist die Leiterrunde, die das ganze Jahr mit viel Leidenschaft, Kreativität und Engagement Angebote für die Kinder anbietet. Aus diesen Wurzeln wächst der Stamm: Damit wurden die fünf-jährigen MessdienerInnen nach vorne gebeten (Elina Adrian, Kimberly Becker, Malte Böhmer, Moritz Böhmer, Florian Brunstein, Annalena Dieckmann, Marie Klösener Kasimir Mittrup, Juliana Reichart, Amelie Rickert, Hauke Schumacher, Veit Schu-macher, Julian Wieners und Antonia Schütte). Vom Stamm gehen die starken Äste ab, die dem Baum sein besonderes Gepräge geben – das sollten hier die dreijährigen MinistrantInnen sein, die zusätzlich ihr neues Kreuz erhielten (Maximilian Arp, Hansgeorg Barth, Bennet Dieckmann, Annika Brockhausen, Lasse Fleischer, Emma Klösener, Hanna Meinert, Sebastian Methfessel, Ida Mittrup, Lotte Schröer, Franka Schumacher, Rut Schumacher, Philipp Specht und Jerome Sperlich). Und die vier neuen Blätter – die bereits oben erwähnten Neuen – tragen ab jetzt stolz ihre Medaille. Zur Erinnerung bekamen alle traditionell ihre Urkunde; die Leiterrunde hatte sich zudem einen süßen Gruß überlegt, so dass die Freude am Altardienst (hoffentlich) noch lange erhalten bleibt.

Pfarrgemeinderat und Pastoralteam griffen das Wörtchen Danke am Ende noch einmal auf. Der Gottesdienst zeigte die Vielfalt, die die Pfarrei Heilige Familie – Gottes bunter Garten in Bad Sassen-dorf (um im Bild des Mottos zu bleiben) – prägen: die große Ministrantenschar (stets tatkräftig unterstützt von den Küstern), die Ehrenamtlichen in den Gremien, die Frauen, die die Erntekrone banden, und die MusikerInnen, die zur Freude der GottesdienstbesucherInnen auch nach dem Segen noch eine ganze Zeit weiterspielten. Ein besonderer Applaus galt aber auch dem Team von Haus Düsse: Petrus hatte zum Erntedankfest ein paar Regentropfen und Wind geschickt, so dass kurzfristig indoor gefeiert werden musste. Die Mitarbeite-rinnen und Mitarbeiter von Haus Düsse machten diese Spontanität durch ihre tatkräftige Unterstützung möglich!

 

2021 - Wahljahr in der katholischen Pfarrei Heilige Familie

Ostinghausen.Bad Sassendorf. Es ist Wahljahr, auch in den katholischen Gemeinden. Die Mitglieder von Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand werden im November neu bestimmt. Weitere Informationen liegen in den Kirchen St. Bonifatius Bad Sassendorf, St. Christophorus Ostinghausen und St. Antonius Bettinghausen aus.

 Am 22. September kommt der PGR zu seiner regulären Sitzung im Pfarrheim Ostinghausen (19h) zusammen. An dem Abend soll die Kandidatenliste zusammengestellt werden. Deshalb sind Gemeindemitglieder, für die eine Mitarbeit in dem Gremium in den nächsten vier Jahren in Frage käme, herzlich eingeladen, an diesem Treffen teilzunehmen, um sich persönlich über Aufgaben des Pfarrgemeinderates zu informieren.

Auf der Tagesordnung steht zudem die Vorbereitung einer besonderen Messe, die sich ebenfalls der Wahl widmen will. Am Erntedankfest (3. Oktober) soll im Innenhof von Haus Düsse gefeiert werden. Damit ergibt sich in der Pfarrei an dem Wochenende eine neue Messordnung: 2. 10. Abendmesse in St. Bonifatius (18:00 Uhr), 3. 10. Open-Air-Feier auf Haus Düsse (10:30 Uhr). Im Rahmen des Gottesdienstes finden auch die Ehrungen und Neuaufnahmen bei den Messdienern statt. Besonders willkommen sind junge Familien, die mit selbst mitgebrachtem Obst und Gemüse den Erntealtar mitbauen dürfen. Weil die InitiatorInnen der Freiluftmesse auf jeden Fall am Sonntag draußen feiern wollen, wird ausdrücklich vom Vorbereitungskreis auf wetterfeste Kleidung hingewiesen.

 

Blumen für die „Blumenfrauen“

Bad Sassendorf. Am Festtag Mariä Namen (12. September) endete das sonntägliche Hochamt in St. Bonifatius einmal mit lieben Dankesworten: Vor dem Schlusssegen trat Pastor Reinhold Frickenstein noch einmal an das Ambo, um sich in besonderer Weise an drei Frauen zu wenden. „Viele Jahre haben Sie das Amt übernommen, nun legen Sie es in andere Hände! Wir danken Ihnen herzlich für das Engagement!“. Die Damen, die jede Woche im Altarraum, aber auch und gerade bei der Mutter Gottes, den Blumenschmuck hergerichtet und umsorgt haben, durften sich dieses Mal selbst über einen floristischen Gruß freuen und natürlich den Applaus der ganzen Gemeinde entgegennehmen.

Das Pastoralteam sagt Erika Kirchhoff, Hedwig Remmert und Elisabeth Erkeling (v.l.n.r.) ein herzliches Vergelt’s Gott…

 

Mit dem Schatzkästchen auf dem Weg zur Ida – Sonniger Auftakt zur Festwoche in Herzfeld

Ostinghausen. Am ersten Wochenende im September steht in der Pfarrei Heilige Familie stets ein wichtiger Termin im Kalender: Die Wallfahrt von St. Christophorus Ostinghausen ins benachbarte Herzfeld. In aller Frühe starten jedes Jahr die Gläubigen nach einer kurzen Statio in der Pfarrkirche Ostinghausen, um über Schoneberg und Hovestadt in die Basilika jenseits der Lippe einzuziehen. An die 30 Gläubige waren 2021 der Einladung gefolgt, die zunächst mit einer kleinen Matheaufgabe begann: Die beiden Messdiener – übrigens für beide eine Premiere, da sie erstmalig an der Prozession teilnahmen – errechneten, dass bereits seit 159 Jahren die Menschen diesem Weg folgen, da der Loher Bürger Franz Sperlbaum gnt. Menning zu Loh mit einer Stiftung 1862 gewissermaßen den Grundstein zu dieser Tradition gelegt hat. „Zum Dank – zur Bitte – in Not – in Krankheit“ – das sollten im Sinne des Stifters die Anliegen sein, um sich zu Fuß Richtung Lippe aufzumachen. Diese einleitenden Worte sind dem Wallfahrtsheft entnommen, woraus die ProzessionsteilnehmerInnen unterwegs gemeinsam sangen, beteten, meditierten.

Ein erster Stopp wurde in St. Johannes Schoneberg eingelegt, wo sie von der Küsterin mit festlichem Geläut empfangen wurden. Dieses Mal wurde in der Kapelle einem Schatzkästchen besondere Aufmerksamkeit gewidmet, gemeint ist der Ida-Schrein, der von den Beterinnen von St. Christophorus überführt wird. Warum folgt man eigentlich einer Reliquie (wie man die Überreste von Heiligen bezeichnet)? – Diese Frage richtete sich an die mitgehenden Frauen und Männer der Gemeinde. Dass der Brauch gar nicht nur mittelalterlich ist, wurde schnell deutlich – durch Vergleiche zu unserer Zeit, in der viele Menschen Ausschau halten nach Autogrammkarten von Schauspielern, Trikots von Fußballern oder Schmuck aus Königshäusern. Welche (wirklichen) Schätze prägen mein Leben? Diese Worte galten als Impuls an die Gläubigen, die nun ihren Weg Richtung Hovestadt fortsetzten. Herzlich wurden sie dort im Schlosspark von der Gräflichen Familie willkommen geheißen und unter dem Gesang des Kirchenliedes „Ein Haus voll Glorie schauet“ – in diesem Jahr leider durch die Masken hindurch – zogen alle in die festlich geschmückte Herzfelder Kirche ein.

Pfarrer Jochen Kosmann freute sich, nach der Corona-Pause die Wallfahrer begrüßen zu können. Hauptzelebrant war in diesem Jahr ein gebürtiger Herzfelder – Kaplan Ernst Willenbrink. Er verstand es die ZuhörerInnen durch seine Predigt in Bann zu ziehen und wünschte dabei der Kirche einen neuen frischen Atem gemäß dem diesjährigen Wallfahrtsmotto „Atme in uns, Heiliger Geist!“. Dabei wählte er vier Begriffe als besondere Merkmale für diesen Lebensatem: Freiheit, Frieden, Wahrheit und Gerechtigkeit. Diese Attribute trafen nach seiner Meinung auch vollkommen auf die Heilige Ida zu, die Brückenbauerin zwischen den Franken und Sachsen war, sich der Notleidenden annahm, das Evangelium bezeugte. Somit sei sie bis heute Vorbild auch für die Christen unserer Zeit, die er aufforderte, den Dialog auch mit andersdenkenden, abseitsstehenden, anderslebenden Mitmenschen zu suchen.

Nach dem Auftakt sind die Gemeindemitglieder der Pfarrei Heilige Familie auch zu den weiteren Veranstaltungen der Ida-Woche herzlich eingeladen, Plakate in den Schaukästen informieren über Einzelheiten. Besonders ans Herz gelegt wird die Teilnahme am Abschlussgottesdienst, dem feierlichen Pontifikalamt mit dem Osnabrücker Bischof Dr. Franz-Josef Bode. Dazu läuten am 11.9. um 17h die Glocken in der Basilika. Anschließend findet die kleine Iden-Tracht statt, wozu auch der Ostinghauser Schrein mitgeführt wird. Dazu werden noch vier TrägerInnen gesucht. Interessierte sind gebeten sich bei der Gemeindereferentin unter felicitas.hecker@pr-soest.de oder ( 02921 / 53614 zu melden. Für die Messfeier am 11. September ist wieder ein Nachweis gemäß der 3-G-Regeln mitzubringen.

PilgerInnen folgen einem Schatz

Ostinghausen. „Besuch bei der großen Schwester“ – so könnte man es im Sinne der Ostinghauser Gläubigen formulieren, wenn sie sich Jahr für Jahr einer langen Tradition folgend auf den Weg nach Herzfeld begeben. 2020 musste die Ida-Wallfahrt – aus bekannten Gründen – abgesagt werden. In diesem Herbst will es die Pfarrei Heilige Familie wieder wagen: Der Termin der Prozession, die durch Schoneberg und die heimische Feldflur führt, ist stets am Sonntag nach dem Festtag der Heiligen: Folglich fällt der Termin in diesem Jahr auf den 5. September 2021.

Auch das „Procedere“ verläuft nach einem alten Brauch: Zunächst treffen sich die Gläubigen um 8.15h in der Pfarrkirche St. Christophorus. Dort wird der Ida-Schrein geschultert und zunächst bis St. Johannes Schoneberg getragen. In der Kapelle heißt die Station in diesem Jahr: Wir folgen einem Schatz(kästchen)… Ihre Route führt die PilgerInnen dann in den Hovestädter Schlossgarten, wo sie von weiteren Betern und der gräflichen Familie empfangen werden. Gemeinsam ziehen dann alle in die Basilika von Herzfeld ein, um den Festgottesdienst mitzufeiern.

Die Pfarrei im Lippetal weist auf ihrer Homepage darauf hin, dass beim Betreten der Ida-Kirche die 3-G-Regel in Kraft tritt. Die PilgerInnen sind deshalb gebeten, einen entsprechenden Nachweis mitzubringen! Zudem sollte der Mund-Schutz getragen werden. Weitere Informationen sind der Homepage zu entnehmen unter: www.katholisch-in-lippetal.de!

(Das Foto entstand bei der Wallfahrt 2019 im Schlossgarten von Hovestadt)

Plakat ...

Pfarrgemeinderat lädt ein auf Haus Düsse

Bad Sassendorf.Ostinghausen. Es ist Wahljahr, auch in den katholischen Gemeinden. Die Mitglieder von Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand werden im November neu bestimmt. Weitere Informationen liegen in den Kirchen der Pfarrei Heilige Familie aus. Dabei liegen Vorschlagszettel aus, die ermuntern, selbst für ein Amt zu kandidieren bzw. jemanden vorzuschlagen. Diese Namen können in eine der Boxen (die sich in St. Antonius, St. Bonifatius, St Christophorus befinden) eingeworfen werden.

Gleichzeitig will der PGR die Wahl im größeren Rahmen publik machen. Aus diesem Anlass lädt er am Erntedankfest – 3. Oktober – zur Messe auf Haus Düsse ein. Damit ergibt sich in der Pfarrei an dem Wochenende eine neue Messordnung: 2. 10. Abendmesse in St. Bonifatiusv (18:00 Uhr), 3. 10. Open-Air-Feier auf Haus Düsse (10:30 Uhr). Im Rahmen des Gottesdienstes finden auch die Ehrungen und Neuaufnahmen bei den Messdienern statt. Besonders willkommen sind junge Familien, die mit selbst mitgebrachtem Obst und Gemüse den Erntealtar mitbauen dürfen. Weil die InitiatorInnen der Freiluftmesse auf jeden Fall am Sonntag draußen feiern wollen, wird ausdrücklich vom Pfarrgemeinderat auf wetterfeste Kleidung hingewiesen.

Plakat mit weiteren Informationen ...

 

Musikfreunde lauschten den Klängen von Tamigu

Ostinghausen. Dass die Christophoruskirche zu Ostinghausen über eine gute Akustik verfügt, wurde wieder jüngst bei einem Konzert der besonderen Art deutlich. Die Gruppe Tamigu – dahinter verbirgt sich das Musikertrio Tamara Buslova, Michael Nachbar sowie Günther Wiesemann – war zu Gast, um Musikstücke unterschiedler Couleur zu präsentieren. Die Bandbreite reichte vom Barock bis in die Gegenwart. Dazu kam der Einsatz unterschiedlichster Instrumente – angefangen von der Violine über die Orgel bis hin zu diversen Schlaginstrumenten. Zu Gehör wurden Louis-Nicolas Clerambault, Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel und Francesco Maria Veracini gebracht – alles Komponisten aus der Zeit des 17. / 18. Jahrhunderts. Ergänzt wurden die barocken Darbietungen durch eigene Werke von Günther Wiesemann, der auch zunächst einführende Worte an sein interessiertes Publikum richtete. Dabei brachte er neben den musikalischen Erklärungen auch seine Freude zum Ausdruck, wieder einmal live vor Zuhörerinnen und Zuhörer agieren zu dürfen.

 

Kräutergruß auch für unsere Älteren in den Senioreneinrichtungen von Bad Sassendorf

Zu Maria Himmelfahrt eine kleine Spontan-Aktion vor Ort für die Bewohner unserer Senioreneinrichtungen. Der gute alte Brauch, Kräutersträuße zu fertigen und  an Maria Himmelfahrt zu verteilen war für 500 Bewohner /innen unserer Senioreneinrichtungen in BSd nicht zu verwirklichen. Dennoch hatten 9 fleißige Messdiener mit Pastor van Raay die Idee, auch die Älteren irgendwie an diesem guten Brauch teilhaben zu lassen. Ein Ferienabend genügte der Gruppe, um 500 Briefe mit einer Segenskarte, die mit den Kräutern verbunden war, zu erstellen, einzutüten und heute segnen zu lassen, um sie dann nach dem Hochamt in die Einrichtungen zu bringen, damit die Mitarbeiter sie dort verteilen konnten.  Wohl sehr zur Freude der Einrichtungen und der Bewohner!

 

Heilige-Familie(n)-Kiste bleibt bis Ferienende bestehen

Bad Sassendorf. Zunächst vor, später in der Bonifatiuskirche steht seit Anfang des Jahres die sogenannte Heilige-Familie(n)-Kiste. Gespickt ist die Box – die Bezeichnung ist eine doppelte Anspielung auf die Zielgruppe und den Namen der katholischen Pfarrei im Kurort – mit verschiedenen Anregungen besonders für junge Gemeindemitglieder. Ihnen soll durch praxisnahe Unterlagen der Glauben nähergebracht werden. Passend zur Jahreszeit oder besonderen Anlässen konnten / können Familien dort kostenloses Material finden, um mit Kindern gemeinsam zu basteln, etwas zu lesen oder kleine Mitbringsel zu entnehmen. Insbesondere diente die Aktion dazu, den Kontakt mit den Eltern und ihrem Nachwuchs in der Pandemie-Zeit aufrecht zu erhalten, weil der Kirchbesuch für viele oft nicht oder schwer möglich war.

Aktuell (Anfang August) wurde die Kiste wieder neu bestückt: Derzeit befinden sich darin Segenskarten für die Ferienzeit, ein Quiz zur Gottesmutter (anlässlich des Festes Mariä Himmelfahrt, das am 15. August gefeiert wird), Bastelbögen und Christophorusplaketten – er gilt als der Schutzheilige und Patron der Reisenden. Die Marienkapelle der Bonifatiuskirche – d.i. der Haupteingang an der Wilhelmstraße 21 – ist tagsüber stets geöffnet, so dass die Kiste für alle Interessierten zugänglich ist. Seit Mitte Juni besteht jeden Donnerstag zudem die Möglichkeit den ganzen Kirchraum zu besichtigen, sich dort eine Auszeit zu gönnen, das neu renovierte Gotteshaus auf sich wirken zu lassen. Bei dieser Initiative des Pfarrgemeinderates steht dann auch jeweils ein(e) Ansprechpartner(in) vor Ort zur Verfügung.

Vor allem die Familien, deren Tochter oder Sohn im kommenden Jahr zur Erstkommunion in St. Bonifatius gehen wird, sind herzlich eingeladen, sowohl das Angebot der offenen Kirche als natürlich auch speziell die Materialien aus der Familienbox zu nutzen. Zu Beginn des neuen Schuljahres wird die Kiste abgeräumt werden, da das Pastoralteam hofft, dass dann allmählich die coronabedingten Beschränkungen im Kirchenraum entfallen werden.

 

Patronatsfest in Ostinghausen

Das Gotteshaus und auch die Kita tragen seinen Namen mit Stolz: St. Christophorus. Sicherlich gehört er zu den bekanntesten Heiligen in der katholischen Kirche. Chris / Christoph zählt nach wie vor zu beliebtesten männlichen Vornamen.

Sehr bekannt ist deswegen wohl auch seine Legende: Auf der Suche nach dem größten Herrscher landete der Mann, der ursprünglich Ophorus hieß, bei einem kleinen Kind. Er – der von großer und starker Statur war – trägt den Jungen über den Fluss, wobei er peu a peu bemerkt, wie schwer der Heranwachsende im Laufe des nicht einfachen Weges wird. Das Kind „outet“ sich, wie man es heute vielleicht sagen würde, am gegenüberliegenden Ufer des Flusses: „Ich bin Christus, der Herr der Welt!“ Dieses Erlebnis macht aus dem einfachen Mann einen glühenden Verehrer! Aus Ophorus wurde von nun an Christophorus, der für seinen Glauben schließlich mit dem Leben bezahlte.

Aufgrund seiner Tätigkeit – er verhalf vielen Menschen bei der Überquerung des Wassers – gilt Christophorus bis heute als Schutzpatron der Reisenden. Wir wünschen allen Urlaubern in seinem Gedenken eine frohe Reise und glückliche Heimkehr.

Übrigens waren unsere MessdienerInnen in dieser Ferienfreizeit – der Freizeit@home zu Beginn der Schulferien – besonders unter den Schutz des Märtyrers gestellt: An ihren Fahrrädern, mit denen die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen von Pfarrheim zu Pfarrheim tourten, prangte der Heilige gut sichtbar als Klemme. „Gott schenke dir Rückenwind“ lautete das Motto ihrer Plakette. Die Daheimgebliebenen seien nun besonders herzlich zur Messe am 24. Juli eingeladen, um ihres Kirchenpatrons zu gedenken. Glückwünsche gehen natürlich auch an die Jungen und Männer, die heute auf diesen Namen hören…

 

Mit Gottes Segen in die Ferien

Bad Sassendorf.Ostinghausen. Am 1. Juli begann nicht nur die zweite Hälfte des Jahres 2021, sondern für einige Kinder und Eltern war es ein ganz besonderer Termin: „Abschied“ hieß die Überschrift des Tages. Morgens fanden sich zunächst die Viertklässler der Sälzerschule in der Turnhalle ein. Passend zum regnerischen Wetter gestalteten Leona Holler und Felicitas Hecker in ökumenischer Verbundenheit ein kleines Anspiel mit zwei Schirmen: Das Eisschirmchen der Pfarrerin stand für die Lebensfreude und schöne Erinnerungen an die Grundschulzeit, es verdrängte rasch den Regenschirm der Gemeindereferentin, die am Anfang nur Trübsal blies wegen schwerer Mathearbeiten und anstrengender Turnstunden. Auch im „Buch der Bücher“ – der Bibel – fand sich dazu ein entsprechender Text: In Psalm 91 wird der Mensch unter Gottes Schutz und Schirm gestellt. Damit dieser Gedanke auch für die Zeit nach den Ferien in den höheren Schulen gilt, bekamen die 10jährigen einen Schlüsselanhänger in Schirmform mit der Aufschrift „Gott schütze dich“!

Am Nachmittag versammelte sich dann der Club der Großen mit den Eltern und Erzieherinnen in der Kita St. Christophorus. Der Club der Großen vereint die fünf Mädchen und Jungen, die im August als neue I-Dötzchen in der Grundschule begrüßt werden dürfen. Hier stand eine Sanduhr im Mittelpunkt des Wort-Gottesdienstes. Damit kann man die Zeit messen – das wussten auch schon die jungen Christen. „Alles!“ lautete jetzt die gute Botschaft, als die Mädchen und Jungen gefragt wurden, was ihnen in der Kindergartenzeit besonders gefallen hat. Mit Gottes Segen wurden sie in ihren neuen Lebensabschnitt geschickt – verbunden mit Dankesworten an die Erzieherinnen und lieben Wünschen auch für die Eltern. Geschenke der Einrichtung und der Kirchengemeinde rundeten die Feier ab, deren Höhepunkt ein einstudierter Tanz der zukünftigen GrundschülerInnen war. Zwei weiteren Aktionen ließen dann aber noch einmal alle Augen leuchten: Postkarten wurden mit Gedanken per Luftballon in den Himmel geschickt und – um ein bleibendes Zeichen zu hinterlassen – kamen die gestalteten Stelen an ihren Platz (Foto). Gemeinsam stärkten sich dann alle an der Bratwurst, bevor es dann (nur) für die Eltern hieß, richtig Abschied zu nehmen von der Kindergartenzeit, denn auf die Mädchen und Jungen wartete noch eine tolle Übernachtungparty mit ihren Erzieherinnen in der Einrichtung.

 

Kreatividee für Kommunionfamilien & MessdienerInnen

Bad Sassendorf.Ostinghausen.Bettinghausen. Das Fronleichnamsfest in der katholischen Kirche war am Donnerstag anders, als es traditionell begangen wird. Es fanden zwar feierliche Gottesdienste statt, aber das Brauchtum der Prozession fiel der Pandemie zum Opfer. In früheren Jahren – angefügt sind Fotographien aus dem Sommer 2019 – haben Eltern und Kinder aus dem jeweiligen Kommunionjahrgang immer einen wunderbaren Blütenteppich vor dem Altar von St. Bonifatius gestaltet. Sie haben sich dabei christliche Motive überlegt und aus Rosenblättern und anderen Blüten den Kirchenraum gestaltet. Alternativ haben sie auch ihr Motto umgesetzt, das im Jahr 2019 „Geborgen in Gottes Hand“ lautete. An diesem Wochenende sind die Familien eingeladen, selbst einen Blütenteppich zu Hause zu gestalten, in der Hoffnung, dass das Projekt 2022 wieder in der Kirche gemeinsam umgesetzt werden kann. Wer mag, darf die Aufgabe an diesem Wochenende angehen und davon ein Foto einschicken an felicitas.hecker@pr-soest.de! Präsentiert werden die Ergebnisse in den Weggottesdiensten am 9. Juni in St. Bonifatius, zu denen sich die Kommunionfamilien zu den bekannten Zeiten versammeln. Natürlich dürfen auch andere interessierte Gemeindemitglieder bei dieser Aktion mitmachen!

 

Gebet & Gespräch lockte Jugend ans Lagerfeuer

Ostinghausen. Einen außergewöhnlichen Ort hatte sich der Vorbereitungskreis ausgesucht, denn es sollte auch eine besondere Aktion sein: Ein Flyer lockte zur „Jugendmesse am Feuer“ und über 20 TeilnehmerInnen – alles Heranwachsende aus der Pfarrei Heilige Familie – sind dieser Einladung gefolgt. Um das Lagerfeuer versammelte sich coronakonform die junge Gemeinde, in deren Mitte besonders Vikar Stiehler begrüßt werden konnte. Er war gerne der Einladung des Planungsteams gefolgt und führte anschaulich in das Thema des Abends ein: Feuer zieht uns an – Feuer kann verbrennen – aus dem Verbrannten kann Neues wachsen. Diese Stichworte gab er in seiner Ansprache den sichtlich gespannten Zuhörerinnen und Zuhörern mit auf den Weg.

Im Anschluss an den Gottesdienst schloss sich eine rege Diskussion an. Als Einstieg hatte Theresa Tusch vom Vorbereitungskreis dazu „Feuerkarten“ mitgebracht: Heißluftballon, Wunderkerzen, Teelichtherzen und weitere Motive luden zum Nachdenken ein: Wofür brennst du? Welche Talente flackern in dir auf? Wo entfacht sich bei dir ein Feuer der Begeisterung? Neben den persönlichen Einwürfen kam es rasch zum Austausch mit dem Seelsorger, der seit seinem Stellenantritt im November letzten Jahres im Pastoralen Raum Soest für Jugendliche ansprechbar sein will. Er setzte sich gewissermaßen auf den „Heißen Stuhl“ und beantwortete die kritischen, tagesaktuellen und auch persönlichen Fragen aus der Runde. Mit großem Interesse hörte der Teilnehmerkreis ihm zu, als er von seinem Werdegang, seinen Erfahrungen, seinen Einstellungen berichtete, aber der Pastor zeigte sich ebenso beeindruckt von den Anmerkungen und Gedanken der Jugend aus der Pfarrei Heilige Familie.

Am Ende der Veranstaltung musste das Lagerfeuer gelöscht werden, aber bei vielen war das Glaubensfeuer vielleicht wieder neu entfacht… Insgesamt zeigte sich das Vorbereitungsteam sehr zufrieden mit dem Abend und auch bei den Jugendlichen kam als erste Resonanz der „Daumen nach oben“.

St. Bonifatiusgemeinde war „auf Sendung“

Bad Sassendorf. Schon recht provozierend war der Anfang der letzten Sonntags-messe in St. Bonifatius: Warum sind wir denn überhaupt noch hier?, lautete die Frage, die hinein in den voll besetzten Kirchenraum gestellt wurde. Lohnt es (weiter) mitzumachen in dieser Kirche? Das ließen sich einige Gläubige aber nicht zwei Mal sagen: Religionsunterricht macht mir Freude, denn ich kann Jugendliche begeistern; als Eltern ist es uns wichtig, dass auch unsere Kinder Halt im Leben finden, im PGR stellen wir richtig was auf die Beine, als Messdie-ner(Leiterin) erlebe ich eine tolle Gemeinschaft; wenn ich in der Kita von Jesus erzähle, sehe ich in faszinierte Kinderaugen; als Katechetin engagiere ich mich gerne in der Kommunionvorbereitung; im Urlaub freue ich mich mit anderen Menschen meinen Glauben zu teilen; als Musikerin singe ich begeistert in un-serer Band mit …

Ganz schön viele Gegenargumente hallten durch den frisch renovierten Kirchen-raum, die auch Pastor Ludger Eilebrecht freudig zur Kenntnis nahm. Die Kirche am See hatte Station gemacht in der Pfarrei Heilige Familie, gemeinsam mit dem Pfarrgemeinderat war eine abwechslungsreiche Messe initiiert worden: Ich sende sie in die Welt, wie du mich gesandt hast… Dieses Zitat aus dem Tages-evangelium stand als Motto über der Messe. Auch wenn es wetterbedingt indoor sein musste, schwappte die positive Stimmung schnell auf die Kirchen-bänke über, nicht zuletzt trug Sinpalabras mit ihren gut performten Musik-stücken wesentlich dazu bei. Im wahrsten Sinne des Wortes lud Pastor Eile-brecht alle einander ein, sich gegenseitig ins Gebet zu nehmen, im Vertrauen auf Gottes Beistand, der durch die erhobenen Hände beim Vater unser sichtbar wurde. Als Erinnerungszeichen bekamen alle KirchbesucherInnen einen bunten Anhänger mit: Er hat die Form eines Fußes mit Segensspruch, der die Menschen im Alltag begleiten soll. Unter den Klängen von Sinpalabras verweilten einige noch im Anschluss an die Messe in der Pfarrkirche oder nutzten die Gelegenheit zum Einkauf: Der Eine-Welt-Laden bot Produkte aus dem fairen Handel an. Auch durch diesen Beitrag zeigte die Gemeinde, dass sie nach wie vor „auf Jesu Sen-dung“ ist. Im Juni plant der Pfarrgemeinderat am Sonntag nach Fronleichnam einen weiteren open-air-Gottesdienst. Hoffentlich feiert dann Petrus mit! Nähere Infos werden noch bekannt gegeben. Das Pastoralteam dankt allen Mitwirkenden, die sich eingebracht haben – auch und in besonderer Weise dem Ordnerdienst, der in Corona-Zeiten stets unterstützend die Messen flankiert.

 

Ordnungsdienst in neu renovierter Kirche

Bad Sassendorf. Am 2. Mai konnte in Bad Sassendorf die St. Bonifatiuskirche neu eröffnet werden. Ende April des vergangenen Jahres – also mitten im ersten Lockdown – begannen die Handwerker mit ihrer Arbeit. Nach über einem Jahr geschah nun der Wiedereinzug mit Propst Dietmar Röttger und Pastor Reinhold Frickenstein in einer Festmesse, mitgestaltet von VertreterInnen des Kirchenvorstandes und des Pfarrgemeinderates. Geplant ist es, dass ab jetzt wieder regelmäßige Gottesdienste – donnerstags, 18h und sonntags, 10.30h – gefeiert werden. Aktuelle Änderungen können den Pfarrnachrichten entnommen werden, die in allen drei Gotteshäusern der katholischen Pfarrei Heilige Familie ausliegen und zum Download unter www.heilige-familie-badsassendorf.de bereitstehen.

Im hinteren Raum der Kirche an der Wilhelmstraße ist nun eine Glaswand eingezogen worden. Zugänglich ist das Gebäude außerhalb der Messzeiten über das Hauptportal, das durch einen elektrischen Türöffner bedient werden kann. Gerade im Monat Mai sind die KirchbesucherInnen eingeladen, die Marienfigur zu besuchen, für die im Bereich der alten Sakristei eine besondere Kapelle eingerichtet wurde. Durch die Glaswand – die mit Motiven gestaltet ist – erhalten alle einen Einblick in die gesamte Kirche. Neben dem Pfarrbrief befindet sich dazu ein Infoblatt im ebenfalls neu gestalteten Schriftenstand.

Um die geplante Gottesdienstordnung auch tatsächlich in dieser Form aufrecht zu erhalten, werden dringend weitere Gemeindemitglieder – Jugendliche und Erwachsene – gesucht, die den Ordnungsdienst übernehmen. Es gilt, nach dem derzeitigen Hygienekonzept, die MessbesucherInnen in ihre Plätze einzuweisen. Interessierte melden sich dazu bitte im Pfarrbüro unter (02921/55150 oder per E-Mail: heilige-familie@pr-soest.de. Das Pastoralteam und die Mitglieder des Pfarrgemeinderates danken allen Gläubigen sehr herzlich, die sich für diese Aufgabe bereit erklären.

Abschlussgottesdienst in der Schützenhalle

Bad Sassendorf. Gut 40 Gemeindemitglieder und Gäste folgten am vergangenen Sonntag der letzten Einladung in die Schützenhalle: Seit Herbst vergangenen Jahres genossen die katholischen KirchbesucherInnen zwei Mal im Monat die Gastfreundschaft der heimischen Schützen, um in ihrem Saal das sonntägliche Hochamt zu begehen. Im Mai – so der aktuelle Stand der Planungen – soll der Wiedereinzug in die Bonifatiuskirche erfolgen. Das Pastoralteam nutzt die Gelegenheit, nochmals verschiedene Worte des Dankes auszusprechen: Zunächst mal an die hiesigen Schützen, die die Räumlichkeiten zur Verfügung stellten und stets hilfsbereit parat standen, dann an den Pfarrgemeinderat und die vielen weiteren OrdnerInnen, die für den reibungslosen Ablauf in Coronazeiten sorgten. Für die Kirchenmitglieder, die im Kurort zuhause sind, war es eine große Bereicherung, dass während der Phase der Renovierungsarbeiten an der Wilhelmstraße dennoch vor Ort Messen gefeiert werden konnten.

 

PGR Heilige Familie nimmt Stellung

Ostinghausen. Am vergangenen Wochenende hat das Pastoralteam – also die katholischen Seelsorgerinnen und Seelsorger im Bereich Soest / Möhnesee / Bad Sassendorf – einen Brief an die Gläubigen verfasst und sich darin zur aktuellen Situation der Kirche geäußert.

Inhaltlich ging es dabei um die drei Themen Missbrauch und sexualisierte Gewalt im kirchlichen Rahmen, um die Rolle der Frau im Blick auf die Weihe und die Geschlechtergerechtigkeit im Allgemeinen sowie um die römische Verlautbarung zum Thema Segnung von homosexuellen Paaren.

Die gewählten – ehrenamtlichen – Mitglieder des Pfarrgemeinderates Bad Sassendorf möchten nachdrücklich zum Ausdruck bringen, dass sie diese Haltung der Hauptamtlichen in vollem Umfang unterstützen.

Wörtlich heißt es:

„Wir sind uns dessen bewusst, dass diese offen kommunizierte Haltung nur ein kleiner Schritt in Richtung Lösung der bestehenden Probleme sein kann. Jedoch geht dieser Schritt in die richtige Richtung der Öffnung und des Dialogs. Wir im ehrenamtlichen Gremium sind uns einig, diese zukunftsweisenden Themen gründlich im Blick zu behalten. Wir wünschen uns einen mutigen Umgang der Priester und Seelsorgerinnen und Seelsorger mit diesen kritischen Fragen, um die vielfältigen Veränderungen in der Gesellschaft ganz bewusst zu berücksichtigen.“

Diese Stellungnahme des Pfarrgemeinderates wird auch im Rahmen der Messe am heutigen Samstag durch ein ehrenamtliches Mitglied verlesen (18h / St. Christophorus Ostinghausen).