Aus der Pfarrgemeinde

Allerheiligen in der Pfarrei Heilige Familie

Am 1. und 2. November gedenken die katholischen Gläubigen traditionell ihrer verstorbenen Verwandten, Freunde, Nachbarn und Gönner. Seit einigen Jahren ist es Brauch in der Pfarrei Heilige Familie, dass an einzelnen Friedhöfen um 16h kleine Andachten gefeiert werden. Auch in diesem Jahr haben sich dazu Ehren- und Hauptamtliche gefunden, die zum Gebet in Bad Sassendorf, Ostinghausen, Weslarn und Lohne einladen. Das Pastoralteam dankt ihnen für diesen wichtigen Dienst sowie dem Pfarrgemeinderat, der den organisatorischen Part wieder übernimmt. Am Ende dieser Andachten sollen – wie in den Vorjahren – gesegnete Zweige ausgeteilt werden, die zuvor in den Messen gesegnet worden sind.

Zur Mitfeier dieser Gottesdienste sind ebenfalls die Gläubigen herzlich willkommen. In der Pfarrkirche Ostinghausen finden am 31. Oktober die Vorabendmesse um 18h und am Feiertag selbst das Hochamt um 10.30h statt. Am Allerseelentag (2. November) läuten die Glocken in St. Antonius Bettinghausen um 18h.

 

Pfarrgemeinderat bittet um Tannengrün

Bad Sassendorf.Ostinghausen. Der Brauch, sich oder einen Gegenstand, der mir persönlich etwas bedeutet, segnen zu lassen, ist im katholischen Glauben stark verankert. Dieser Segen soll Kraft spenden und zeigen, dass Gott in guten und schweren Zeiten nicht von der Seite weicht. Das betrifft das Leben, aber auch den Tod.

Bei der Beerdigung wird deshalb der Sarg / die Urne mit Weihwasser besprengt, aber auch das leere Grab. Zu Allerheiligen – so kann man es vielleicht formulieren – wird dieser Segen erneuert: Der Priester geht wieder mit dem Weihwasser die Wege entlang, an den Gräbern vorbei. Am 1. November hat sich in der katholischen Pfarrei Heilige Familie mittlerweile die Tradition etabliert, dass Andachten auch dankenswerterweise von Ehrenamtlichen übernommen werden.

Um dabei den Segen nicht außer Acht zu lassen, bekommen die Gläubigen bei diesen Andachten einen Tannenzweig an die Hand, der zuvor in den Eucharistiefeiern gesegnet worden ist. Somit bittet der Pfarrgemeinderat Bad Sassendorf auch in diesem Jahr wieder um Spenden von Tannengrün. Wer dazu etwas beisteuern kann, melde sich bitte im Pfarrbüro unter heilige-familie@pr-soest.de oder telefonisch (02921 / 55150).

 

Pfarrgemeinderat glückt Premiere in der Schützenhalle

Bad Sassendorf. Mit der Schließung von St. Bonifatius im Frühjahr galt es für den Pfarrgemeinderat Heilige Familie Alternativen zu suchen, wo nach dem Lockdown wieder Messen gefeiert werden könnten. Gerade für die älteren und alleinstehenden Mitchristen – so war es die einhellige Meinung im Gremium – ist es schwierig, zu weiter entfernt gelegenen Kirchen zu kommen. Im Sommer wurden dann einige Freiluft-Angebote vom PGR initiiert. Ein Hofgottesdienst, Fronleichnam im Schatten der Salzwelten und einige Male am Gradierwerk: All‘ diese Eucharistiefeiern wurden dankbar angenommen.

Mit dem Monat Oktober begann dann in der Pfarrei die „Indoor-Saison“. Am 11.10. konnte Pastor Reinhold Frickenstein erstmals über 40 KirchbesucherInnen in der Schützenhalle im Kurort begrüßen. Über diese positive Resonanz haben sich die ehrenamtlichen und hauptamt-lichen Frauen und Männer des PGR sehr gefreut, die nun direkt zur nächsten Feier am Sonntag, 25. Oktober (ebenfalls 10.30h / Schützenhalle) einladen.

Das Pastoralteam dankt dem Gremium herzlich für die Organisation, bittet jedoch gleichzeitig darum, dass sich auch weitere Gemeinde-mitglieder für die Unterstützung und Mitarbeit bei diesen Gottes-diensten bereit erklären und melden. Es bedarf an helfenden Händen beim Aufbau (z.B. Stellen von Stühlen) sowie beim Ordnungsdienst. Interessierte melden sich dazu gerne im Pfarrbüro unter heilige-familie@pr-soest.de oder telefonisch (02921 / 55150)!

 

Pfarrgemeinderat lud in den Kurpark

Bad Sassendorf. Der PGR Heilige Familie hatte eingeladen, knapp 100 Christen sind diesem Aufruf gefolgt: Am 20. September fand die zweite – von dem Gremium organisierte – Messe in diesem Monat unter freiem Himmel am Gradierwerk statt, zu der Pastor Reinhold Frickenstein nicht nur Sassendorfer Gemeindemitglieder, sondern auch zahlreiche (Kur)Gäste begrüßen konnte.

In seiner Predigt rief der Zelebrant auf, dass man ein-mal darüber nach-denken sollte, wie die Gesellschaft einige Mitmenschen als „Looser“ ab-stempelt. Am Beispiel des Tip-Top-Spiels, das viele aus dem Sportunterricht noch in Erinnerung hatten, zeigte er auf, wie verletzend solche Situationen für einzelne sein könnten, wohingegen Gott seinen Blick auf den ganzen Menschen richtet, er zudem jedem einzelnen sein eigenes Charisma geschenkt hat. Die Gedanken des Geistlichen wurden noch passend ergänzt durch Impulse zum Caritas-Sonntag, die von Lektorin Christina Eichenauer zur Einstimmung vorgetragen worden waren.

Auch am kommenden Sonntag (27.9.) hoffen die PGR-Mitglieder wieder auf Petrus‘ Beistand für den letzten Open-air-Gottesdienst in 2020. Beginn wie gewohnt um 10.30h, ebenfalls im Schatten des Gradierwerkes (bei schlechter Witterung in der Pfarrkirche Ostinghausen). Die MinistrantInnen sind auch bei dieser Feier wieder gebeten, in ihren roten T-Shirts teilzunehmen. Das Pastoralteam sagt nochmals allen ausdrücklich „Vergelt’s Gott!“, die bei diesen besonderen Eucharistiefeiern unterstützend zur Seite standen.

 

PGR-Gottesdienst ganz „unter dem Zeichen des Kreuzes“

Ostinghausen. Jeder Gottesdienst setzt eigene Akzente, doch allen gemeinsam sind Beginn und Ende: Das Kreuzzeichen. Doch am letzten Sonntag im August sollte auch der Mittelteil der Feier – die open-air auf Haus Düsse ausgerichtet wurde – durch das Symbol von Tod und Auferstehung gekennzeichnet sein. Nach dem Eröffnungsgesang – wie alle Lieder gewohnt souverän von der Band sinpalabras begleitet – erschien eine geplagte Christin. Das Kreuz auf ihrem Rücken drückte sehr. Klagend war dann ihre Ansprache Gottes: Gib mir bitte ein leichteres „Modell“! Doch eine umfangreiche Suche zeigte: Das eigene Kreuz war in ihrem Fall genau das Passende…

Unter diesem Gedanken begrüßte Pastor Ludger Eilebrecht nach der Einführung die zahlreich erschienen Gäste aus der Pfarrei Heilige Familie, dem Pastoralen Raum Soest und darüber hinaus. „Kreuze sind unbequem!“ – stimmte der Geistliche dem Anspiel zu und wurde dabei ergänzt durch VertreterInnen des Pfarrgemeinderates: Krankheit, Arbeitslosigkeit, Familienkonflikte – diese Kreuze brachten sie ins Wort. Aber die Stimmung während des Gottesdienstes sollte nicht im niedergedrückten Tonfall weitergehen. Eine afrikanische Erzählung von einem Baum, der unter seiner Last zur wahren Größe erwächst, ermutigte, gerade im Leid auf Gottes Beistand zu vertrauen.

„An wen oder was denken Sie gerade jetzt mit Blick auf unser Thema? Wer trägt heute sein eigenes (schweres) Kreuz?“ – Mit diesen Fragen ermunterte der Zelebrant die zahlreich erschienenen Gläubigen, einmal persönliche Fürbitten auszusprechen. Die Ministrantinnen zündeten daraufhin Kerzen an für Menschen, die unterdrückt werden, die Jugendlichen, die sich in diesen Tagen unter schwierigen Bedingungen auf die Firmung vorbereiten, die Landwirte, die an diesem Ort ausgebildet werden und oft beruflich zu kämpfen haben, aber auch für jene, die unter der Coronakrise und seinen Auswirkungen leiden. In der Schlussmeditation klang ein hoffnungsvoller Gedanke zum Kreuz an: Die Form erinnert an die offenen Arme Gottes, die im Besonderen gerade die Leidtragenden berühren.

Bevor die GottesdienstbesucherInnen gestärkt durch die zahlreichen Impulse den Heimweg antreten konnten, dankte Pastor Eilebrecht allen, die die Wort-Gottes-Feier erst ermöglicht hatten: In erster Linie lag die Gestaltung in den Händen des Pfarrgemeinderates, der nicht nur die inhaltliche Verantwortung trug, sondern auch Auf- und Abbau bewerkstelligte. Dabei wurden die Mitglieder tatkräftig vom Team der Kirche am See und den MitarbeiterInnen von Haus Düsse unterstützt. Nach der Feier im letzten August die zweite gelungene Kooperation!!! Applaus brandete nochmals nach dem Schlusslied von sinpalabras auf, die für den musikalischen Rahmen verantwortlich zeichneten.

 

Stationengang durch den Kurpark: Auf den Spuren von Jesu VorfahrInnen

Bad Sassendorf. Viele Menschen besuchen ein Archiv, um ihre Herkunft zu erforschen. Woher stammen meine Vorfahren? Gibt es ungewöhnliche Namen, Berufe, Lebenswege? Es scheint ein weit verbreitetes menschliches Grundbedürfnis zu sein, sich mit der eigenen Geschichte vertraut zu machen. Und so erscheint es auch nicht weiter verwunderlich, dass auch der Evangelist Matthäus sein Werk mit dem Stammbaum Jesu beginnen lässt. Mit dieser biblischen Perikope startete nun ein Gang durch den heimischen Kurpark, zu dem der Pfarrgemeinderat der Pfarrei Heilige Familie eingeladen hatte.

Im Vergleich zur heutigen Genealogie stellen Leser und Zuhörer schnell fest: (Fast) nur männliche Namen werden vom Evangelisten genannt. Und so sollte an diesem Spätnachmittag einmal der Blick auf die Frauen gerichtet werden, denn das Thema hieß: Ruth & Co. – unterwegs mit den Frauen aus dem Stammbaum Jesu. Gemeinsam brach die Gruppe am Gradierwerk auf, machte sich auf den Weg und legte drei Stopps an schattigen Plätzen ein. Dort begegneten die TeilnehmerInnen jeweils einer besonderen Frau.

Tamar erzählte, wie ihr Steine vor die Füße gelegt wurden und sie mit List um ihr Recht kämpfte. Ruth erinnerte sich an ihre liebevolle Schwiegermutter: Wie sie und Naomi Brot miteinander geteilt haben, so kann es Vorbild für die heutige Gemeinde sein. Batseba trat schließlich königlich auf, auch sie richtete eine Botschaft an die Frauen und Männer unserer Zeit. Jedes Mitglied der Gruppe bekam eine Karte mit Kronenmotiv und dem Appell: „Überlegt, wo ihr eure Macht heute einsetzen könnt!“ Den Abschluss bildete der Gruß an die Frau, die Jesus sicherlich mit am nächsten stand. Das Ave Maria beendete den Gang durch die heimische Natur.

Propst feierte mit den Bettinghäusern Schützenmesse open air

Bettinghausen. In wunderbarer Kulisse – auf der Kapellenwiese hinter St. Antonius – kamen am dritten Wochenende im Juli zahlreiche Mitglieder der Bruderschaft, Einheimische und Gäste zusammen, um gemeinsam Gottesdienst zu feiern. Das traditionelle Schützenfest musste wie allerorten Corona-bedingt ausfallen, dennoch konnte mit der festlichen Eucharistiefeier, mitgestaltet vom Vereinsvorstand, zumindest des besonderen Anlasses gedacht werden.

Propst Dietmar Röttger freute sich, bereits auf seinem Weg durch ein festlich geschmücktes Dorf fahren zu dürfen und dann unter den KirchbesucherInnen besonders die amtierenden Majestäten Stefanie und Thomas Brunstein sowie Bürgermeister Malte Dahlhoff begrüßen zu können. In seiner Predigt ging der Geistliche auf das Tagesevangelium ein, in dem vom Gleichnis der Trennung von Unkraut und Weizen die Rede war. Er ermunterte dabei seine Zuhörer, eifrig (weiter) dabei mitzuhelfen, den guten Weizen wachsen zu lassen – in der Familie, in der Bruderschaft, aber auch im ganzen Ort.

Nach dem Schlusslied ergriff Kai Imbach (in seiner Funktion als Brudermeister) das Wort und ging auf die Verstorbenen der Weltkriege ein, denen mit der Kranzlegung in der Kapelle im Anschluss an die Messe gedacht wurde. Imbach zeigte sich in seiner Ansprache dankbar dafür, einer Generation anzugehören, die die Kriegserlebnisse nur noch aus Erzählungen kennt. Die Namen der verstorbenen Schützenbrüder des vergangenen Jahres waren bereits im Fürbittgebet namentlich genannt worden.

Am Ende der Messfeier ließen die Musiker aus Ostinghausen, die für den gesamten musikalischen Rahmen gesorgt hatten, „Tochter Zion“ erklingen, so dass auf der Wiese trotz Pandemie Schützenfeststimmung aufkommen konnte. Der Propst dankte der Kapelle, der Bruderschaft und dem Pfarrgemeinderat für die Umsetzung dieser besonderen Schützenmesse 2020.

 

„Poesie und Segen am offenen Fenster“

mit dieser Aktion touren zur Zeit Mitglieder des Pastoralteams und ehrenamtliche Unter-stützer durch die Senioreneinrichtungen unseres Pastoralen Raumes. Lange schon war es auch dem Pastoral-Team wich-tig, etwas für die Senioren in den  Ein-richtungen zu tun, Corona-bedingt aber waren Möglich-keiten dazu lange Zeit kaum vorhanden.

Dennoch wurde vom Arbeitskreis weiter an einem Projekt gedacht und gearbeitet und es entstand die Idee, mit traditioneller, aber auch lustiger und zeitgenössischer Poesie, mit Märchen, Musik, Liedern und natürlich einem Segen, die Einrichtungen zu besuchen. Wir stellten dann zunächst überrascht fest, dass wir im Bereich des Pastoralen Raumes ! 19 ! Einrichtungen haben, alle haben wir angerufen und gefragt, ob das gehen könnte. Und zu unserer eigenen Überraschung – aber auch zu unserer Freude wurde das Projektteam von nahezu 100% der Häuser gebucht. 

In Bad Sassendorf war die Auftaktveranstaltungen in den WG´s und der Tagespflege der Caritas - hier sind neben Gemeindereferentin Martina Neuhaus, vom PGR Frau Müller und von der Senioren-betreuung Frau Eichenauer und Pfr. van Raay unterwegs. In Soest übernehmen den Dienst Gemeindeassistentin Ute Paschedag, Kantor Stefan Madrzak und ehrenamtliche Unterstützer. Im Bereich Möhnesee sind Gemeindereferentin Felicitas Hecker und Pfr. Ludger Eilebrecht ebenfalls mit ehrenamtlichen Helfern unterwegs. Aufgrund des nun reichhaltig gefüllten Kalenders sind wir noch bis in die 2. Woche der Ferien hinein unterwegs.

Und nicht nur unsere Senioren waren erfreut und bedachten uns mit langem Applaus – auch wir selbst waren reich beschenkt, denn viele konnten noch ganze Gedichte auswendig, sprachen mit und unter-stützten uns vor allem beim Singen mit großem Enthusiasmus und wir schauten in fröhliche Gesichter und leuchtende Augen. Auch auf den abschließenden Segen wollte niemand verzichten. Die Bilder von Herrn Bottin von der Pressestelle der Caritas entstanden übrigens beim Auftakt in den Caritas WG´s in Bad Sassendorf. Wie Sie sehen können, haben wir mit kleinen Mitteln den Senioren eine echte Freude machen können. Die Caritas schrieb in ihrem Hausbetrag u.a.:

„…Das Angebot der katholischen Seelsorgerinnen und Seelsorger im Pastoralen Raum Soest kam bestens an. Dank Mikrophon, Verstärker und einer großen Lautsprecherbox waren die Musik für die Seele und die Impulse für den Tag auch auf den hinteren Balkonen noch gut zu hören. Lang anhaltender Applaus war der Lohn. Ellen Struchholz, die Leitung der Senioren-WG´s dankte dem  Trio: „Diese Aktion ist total klasse. Für unsere Mieter war das eine schöne Abwechslung, auf die sie sich schon im Vorfeld gefreut haben!“

 (Textauszug und Bilder:  Marcus Bottin /Presse/Caritasverband Soest)

Pfarrei Heilige Familie feierte „Julianas Traum“

Bad Sassendorf. Das grüne Plakat in den Schaukästen der katholischen Kirchengemeinde hatte bereits frühzeitig zur open-Air-Messe an Fronleichnam eingeladen. Weil dann am Feiertag das Wetter tatsächlich herrlich „mitspielte“, konnte Marie-Theres Klösener im Namen des Pfarrgemeinderates zahlreiche GottesdienstbesucherInnen aus Nah und Fern sowie Kurgäste vor Hof Haulle begrüßen.

Eine Frau hieß sie besonders willkommen, denn sie war ja auch schon ca. 800 Jahre alt…: Im Rollenspiel entpuppte sich diese Dame als Heilige Juliana, die zu ihrer Zeit einen besonderen Traum hatte. Aus ihrer Vision entstand eine Initiative: Seit dem 13. Jahrhundert hielt auf ihr Betreiben nämlich das Fest Fronleichnam Einzug in den kirchlichen Jahreskreis. Die Lebensgeschichte der Ordensfrau aus dem belgischen Lüttich stand in der Einleitung der Messe im Mittelpunkt. Ihr Vorbildcharakter wurde später in den Fürbitten nochmals aufgegriffen, denn eine Frau mit solchem Mut und Engagement hat auch der heutigen Generation (Ehren- und Hauptamtlichen, Kommunionkinder, Familien, FirmbewerberInnen…) noch eine Menge zu sagen.

Aufgrund der Coronakrise konnte die traditionelle Prozession, die sich in regulärer Zeit dem Gottesdienst angeschlossen hätte, durch die Straßen des Kurortes nicht stattfinden. So lud Pastor Reinhold Frickenstein vor dem Segen zur Stille vor der Monstranz ein und nahm die Menschen, die im Moment Gottes besonderen Schutz bedürfen, mit in sein Gebet. Das Pastoralteam dankt den Pfarrgemeinderatsmitglieder, die für Inhalt und Organisation verantwortlich zeichneten, so dass auch 2020 das Fronleichnamsfest in aber, nicht minder würdiger Form begangen werden konnte.

Pfarrei Heilige Familie stach unter dem Schutz von St. Bonifatius in See

Bettinghausen. Lange Zeit konnte in der Pfarrei Bad Sassendorf – wie allerorten – keine Messe aufgrund von Corona gefeiert werden. Deshalb überlegte sich der Pfarrgemeinderat für den Sommer, einen außergewöhnlichen Gottesdienst zu planen. Schnell fand sich bei einer digitalen Sitzung ein passender Zeitpunkt: Am ersten Wochenende im Juni sprach der PGR eine Einladung an alle Gemeindemitglieder aus, auf den Hof Marke-Allhoff in Bettinghausen zu kommen. Der Termin hatte auch eine besondere Bewandtnis, denn am 5. Juni ist der Namenstag von Bonifatius datiert. Bonifatius ist der Schutzpatron der Pfarrkirche im Kurort, die derzeit wegen Renovierungsarbeiten geschlossen ist.

So entstand die Idee eines open-air-Gottesdienstes vor dem heimeligen Ambiente des Bauernhofes. Inhaltlich prägte die Eucharistiefeier der Leitgedanke „Mit Jesus in einem Boot“. Denn über das Wasser kam der Heilige aus England zu unseren Vorfahren auf das europäische Festland, wo er zu einem großen Missionar wurde. Das Bild des Bootes wurde im Predigtspiel aufgegriffen.

Was gehört zu einem Boot? Ein Rumpf, der Schutz bietet – ein Mast, der aufrecht steht – ein Segel, das für den richtigen Kurs nötigt ist…: All diese Bauteile wurden im Gespräch auf die Gemeinde von Bad Sassendorf bezogen – in der Hoffnung, dass die Pfarrei Heilige Familie auch zukünftig mit dem Heiligen Geist in eine gute Zukunft „segelt“.  

Bevor die GottesdienstbesucherInnen sich auf den Heimweg machten, bekamen sie eine Postkarte an die Hand. Sie zeigt eine Szene des Hauptportals der Pfarrkirche Bad Sassendorf: Papst Gregor erteilt Bonifatius den Missionsauftrag. Marie-Theres Klösener (Vorsitzende im PGR) ermunterte die Gläubigen nachzudenken, was denn ihr eigener Auftrag in der heutigen Zeit sein könnte.

Hingewiesen sei an dieser Stelle auf den nächsten Freiluftgottesdienst, der ebenfalls einer Initiative des Pfarrgemeinderates zu verdanken ist: Am Fronleichnamstag – 11. Juni – steht diese Messfeier unter dem Motto „Julianas Traum“. Der Gottesdienst findet statt vor dem Hof Haulle (Salzwelten) und beginnt um 10.30h. Auch hier weisen die Veranstalter auf die begrenzte Platzanzahl hin und empfehlen das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes.

Frauengottesdienst stellte Junia und Phoebe in den Mittelpunkt

Ostinghausen. Unter dem Motto „himmlisch weiblich“ waren am 10. März die Besucherinnen und Besucher zum abendlichen Gottesdienst in die Christophoruskirche Ostinghausen eingeladen. Dort „begegneten“ ihnen zwei biblische Frauen: Phoebe und Junia. Nicht vielen sind diese beiden frühen Christinnen geläufig, deshalb mussten sie sich erst einmal der Gemeinde vorstellen: Die erste war eine patente Geschäftsfrau, offen und gastfreundlich zu Fremden. Als engagierte Glaubensbotin verkündete sie das Evangelium. Sie wird sogar mit dem Titel Diakonin angeredet.

Auch Junia wird vom Apostel Paulus erwähnt. Ihr Mut wird gepriesen, denn auch in gefährlichen Situationen setzte sie sich für Gottes Wort ein. In einem kleinen Anspiel wurde dabei deutlich, dass beide heutigen Frauen in der Kirche etwas zu sagen haben. Ihr Engagement kann Christen und Christinnen unserer Tage zum Vorbild und Zeugnis gereichen, als guter Ansporn, weiterhin die eigene Taufberufung zu leben. So rief Phoebe abschließend alle Anwesenden auf: Setzt auch ihr eure Talente, Fähigkeiten und Begabungen zum Erhalt eurer Gemeinde ein!

Weltgebetstag rief zur Solidarität mit Simbabwe auf

Bad Sassendorf. Steh auf!!! Dieser Appell ertönte mehrfach am 6. März durch den Kirchenraum von St. Bonifatius. Steh auf … für (Geschlechter)Gerechtigkeit, Frieden, Bildungschancen! So ließ sich die Überschrift in diesem Jahr ergänzen, wenn man das Liedheft studierte. Frauen der evangelischen und katholischen Gemeinde aus Bad Sassendorf hatten es wieder geschafft, das aktuelle Thema interessant aufzubereiten.

Ungewöhnlich war bereits der Beginn des abendlichen Gottesdienstes. Auf einem Sofa lag eine schlafende Frau, sie musste doch glatt erst einmal geweckt werden, damit sie die folgende, sehr abwechslungsreich gestaltete Feier nicht verpasste. Diese symbolische Szene spiegelte gleichzeitig den Aufruf der Frauen aus Simbabwe wider, die zum Aufstand gegen politische und soziale Ungerechtigkeit motivieren wollten. Eine biblische Heilungsgeschichte (Joh 5) wurde dabei aktualisiert und in unsere Zeit übertragen. In Briefform erzählten die Afrikanerinnen von ihrem Schicksal, dass die über 50 erschienenen Kirchbesucherinnen anrührte.

Das Vorbereitungsteam hatte allerdings nicht nur inhaltlich Einiges zu bieten, auch kulinarisch verwöhnten sie ihre Gäste. Bei einem Salat nach einem Rezept des Gastgeberlandes und Brot ließ man gemeinsam den Abend im Bonifatiushaus ausklingen. Und im nächsten Jahr darf man gespannt sein auf den Gottesdienstvorschlag aus Vanuatu (ein Inselstaat im Südpazifik).

 

Hungertuch auch Thema der Frühschicht in St. Bonifatius

 Bad Sassendorf. Mitte Februar bekamen die KirchbesucherInnen und -besucher des Pastoralen Raumes Soest eine Broschüre überreicht. Gefüllt war dieser Fastenzeitbegleiter mit zahlreichen Impulsen, Möglichkeiten der Begegnung, Gottesdiensten, musikalischen Veranstaltungen u.v.m. Ein Kapitel trug darin die Überschrift „Früh- und Spätschichten“.

Dazu wird es auch ein Angebot in Bad Sassendorf geben: Am 28. März sind alle Interessierten morgens um 7h in die Bonifatiuskirche eingeladen. Gemeinsam soll dabei in Gebet, Meditation und Gesang das Hungertuch in den Blick genommen werden. Anschließend soll gemeinsam gefrühstückt werden, dazu bringe jede(r) etwas für den gemeinsamen Verzehr mit.

Das Motiv des Hungertuchs „Mensch, wo bist du?“  wird im Übrigen in vielen anderen Terminen aus dem Fastenzeitbegleiter aufgegriffen. Für Interessierte liegt es in den Schriftenständen der katholischen Kirchen aus. Von dort darf es ebenso für Freunde und Bekannte mitgenommen werden, denn: „es lohnt, die Broschüre immer mal wieder in die Hand zu nehmen und darin zu stöbern“, wie es Propst Dietmar Röttger in der letzten Familienmesse in Bad Sassendorf formulierte.