Aus der Pfarrgemeinde

Propst feierte mit den Bettinghäusern Schützenmesse open air

Bettinghausen. In wunderbarer Kulisse – auf der Kapellenwiese hinter St. Antonius – kamen am dritten Wochenende im Juli zahlreiche Mitglieder der Bruderschaft, Einheimische und Gäste zusammen, um gemeinsam Gottesdienst zu feiern. Das traditionelle Schützenfest musste wie allerorten Corona-bedingt ausfallen, dennoch konnte mit der festlichen Eucharistiefeier, mitgestaltet vom Vereinsvorstand, zumindest des besonderen Anlasses gedacht werden.

Propst Dietmar Röttger freute sich, bereits auf seinem Weg durch ein festlich geschmücktes Dorf fahren zu dürfen und dann unter den KirchbesucherInnen besonders die amtierenden Majestäten Stefanie und Thomas Brunstein sowie Bürgermeister Malte Dahlhoff begrüßen zu können. In seiner Predigt ging der Geistliche auf das Tagesevangelium ein, in dem vom Gleichnis der Trennung von Unkraut und Weizen die Rede war. Er ermunterte dabei seine Zuhörer, eifrig (weiter) dabei mitzuhelfen, den guten Weizen wachsen zu lassen – in der Familie, in der Bruderschaft, aber auch im ganzen Ort.

Nach dem Schlusslied ergriff Kai Imbach (in seiner Funktion als Brudermeister) das Wort und ging auf die Verstorbenen der Weltkriege ein, denen mit der Kranzlegung in der Kapelle im Anschluss an die Messe gedacht wurde. Imbach zeigte sich in seiner Ansprache dankbar dafür, einer Generation anzugehören, die die Kriegserlebnisse nur noch aus Erzählungen kennt. Die Namen der verstorbenen Schützenbrüder des vergangenen Jahres waren bereits im Fürbittgebet namentlich genannt worden.

Am Ende der Messfeier ließen die Musiker aus Ostinghausen, die für den gesamten musikalischen Rahmen gesorgt hatten, „Tochter Zion“ erklingen, so dass auf der Wiese trotz Pandemie Schützenfeststimmung aufkommen konnte. Der Propst dankte der Kapelle, der Bruderschaft und dem Pfarrgemeinderat für die Umsetzung dieser besonderen Schützenmesse 2020.

 

„Poesie und Segen am offenen Fenster“

mit dieser Aktion touren zur Zeit Mitglieder des Pastoralteams und ehrenamtliche Unter-stützer durch die Senioreneinrichtungen unseres Pastoralen Raumes. Lange schon war es auch dem Pastoral-Team wich-tig, etwas für die Senioren in den  Ein-richtungen zu tun, Corona-bedingt aber waren Möglich-keiten dazu lange Zeit kaum vorhanden.

Dennoch wurde vom Arbeitskreis weiter an einem Projekt gedacht und gearbeitet und es entstand die Idee, mit traditioneller, aber auch lustiger und zeitgenössischer Poesie, mit Märchen, Musik, Liedern und natürlich einem Segen, die Einrichtungen zu besuchen. Wir stellten dann zunächst überrascht fest, dass wir im Bereich des Pastoralen Raumes ! 19 ! Einrichtungen haben, alle haben wir angerufen und gefragt, ob das gehen könnte. Und zu unserer eigenen Überraschung – aber auch zu unserer Freude wurde das Projektteam von nahezu 100% der Häuser gebucht. 

In Bad Sassendorf war die Auftaktveranstaltungen in den WG´s und der Tagespflege der Caritas - hier sind neben Gemeindereferentin Martina Neuhaus, vom PGR Frau Müller und von der Senioren-betreuung Frau Eichenauer und Pfr. van Raay unterwegs. In Soest übernehmen den Dienst Gemeindeassistentin Ute Paschedag, Kantor Stefan Madrzak und ehrenamtliche Unterstützer. Im Bereich Möhnesee sind Gemeindereferentin Felicitas Hecker und Pfr. Ludger Eilebrecht ebenfalls mit ehrenamtlichen Helfern unterwegs. Aufgrund des nun reichhaltig gefüllten Kalenders sind wir noch bis in die 2. Woche der Ferien hinein unterwegs.

Und nicht nur unsere Senioren waren erfreut und bedachten uns mit langem Applaus – auch wir selbst waren reich beschenkt, denn viele konnten noch ganze Gedichte auswendig, sprachen mit und unter-stützten uns vor allem beim Singen mit großem Enthusiasmus und wir schauten in fröhliche Gesichter und leuchtende Augen. Auch auf den abschließenden Segen wollte niemand verzichten. Die Bilder von Herrn Bottin von der Pressestelle der Caritas entstanden übrigens beim Auftakt in den Caritas WG´s in Bad Sassendorf. Wie Sie sehen können, haben wir mit kleinen Mitteln den Senioren eine echte Freude machen können. Die Caritas schrieb in ihrem Hausbetrag u.a.:

„…Das Angebot der katholischen Seelsorgerinnen und Seelsorger im Pastoralen Raum Soest kam bestens an. Dank Mikrophon, Verstärker und einer großen Lautsprecherbox waren die Musik für die Seele und die Impulse für den Tag auch auf den hinteren Balkonen noch gut zu hören. Lang anhaltender Applaus war der Lohn. Ellen Struchholz, die Leitung der Senioren-WG´s dankte dem  Trio: „Diese Aktion ist total klasse. Für unsere Mieter war das eine schöne Abwechslung, auf die sie sich schon im Vorfeld gefreut haben!“

 (Textauszug und Bilder:  Marcus Bottin /Presse/Caritasverband Soest)

Pfarrei Heilige Familie feierte „Julianas Traum“

Bad Sassendorf. Das grüne Plakat in den Schaukästen der katholischen Kirchengemeinde hatte bereits frühzeitig zur open-Air-Messe an Fronleichnam eingeladen. Weil dann am Feiertag das Wetter tatsächlich herrlich „mitspielte“, konnte Marie-Theres Klösener im Namen des Pfarrgemeinderates zahlreiche GottesdienstbesucherInnen aus Nah und Fern sowie Kurgäste vor Hof Haulle begrüßen.

Eine Frau hieß sie besonders willkommen, denn sie war ja auch schon ca. 800 Jahre alt…: Im Rollenspiel entpuppte sich diese Dame als Heilige Juliana, die zu ihrer Zeit einen besonderen Traum hatte. Aus ihrer Vision entstand eine Initiative: Seit dem 13. Jahrhundert hielt auf ihr Betreiben nämlich das Fest Fronleichnam Einzug in den kirchlichen Jahreskreis. Die Lebensgeschichte der Ordensfrau aus dem belgischen Lüttich stand in der Einleitung der Messe im Mittelpunkt. Ihr Vorbildcharakter wurde später in den Fürbitten nochmals aufgegriffen, denn eine Frau mit solchem Mut und Engagement hat auch der heutigen Generation (Ehren- und Hauptamtlichen, Kommunionkinder, Familien, FirmbewerberInnen…) noch eine Menge zu sagen.

Aufgrund der Coronakrise konnte die traditionelle Prozession, die sich in regulärer Zeit dem Gottesdienst angeschlossen hätte, durch die Straßen des Kurortes nicht stattfinden. So lud Pastor Reinhold Frickenstein vor dem Segen zur Stille vor der Monstranz ein und nahm die Menschen, die im Moment Gottes besonderen Schutz bedürfen, mit in sein Gebet. Das Pastoralteam dankt den Pfarrgemeinderatsmitglieder, die für Inhalt und Organisation verantwortlich zeichneten, so dass auch 2020 das Fronleichnamsfest in aber, nicht minder würdiger Form begangen werden konnte.

Pfarrei Heilige Familie stach unter dem Schutz von St. Bonifatius in See

Bettinghausen. Lange Zeit konnte in der Pfarrei Bad Sassendorf – wie allerorten – keine Messe aufgrund von Corona gefeiert werden. Deshalb überlegte sich der Pfarrgemeinderat für den Sommer, einen außergewöhnlichen Gottesdienst zu planen. Schnell fand sich bei einer digitalen Sitzung ein passender Zeitpunkt: Am ersten Wochenende im Juni sprach der PGR eine Einladung an alle Gemeindemitglieder aus, auf den Hof Marke-Allhoff in Bettinghausen zu kommen. Der Termin hatte auch eine besondere Bewandtnis, denn am 5. Juni ist der Namenstag von Bonifatius datiert. Bonifatius ist der Schutzpatron der Pfarrkirche im Kurort, die derzeit wegen Renovierungsarbeiten geschlossen ist.

So entstand die Idee eines open-air-Gottesdienstes vor dem heimeligen Ambiente des Bauernhofes. Inhaltlich prägte die Eucharistiefeier der Leitgedanke „Mit Jesus in einem Boot“. Denn über das Wasser kam der Heilige aus England zu unseren Vorfahren auf das europäische Festland, wo er zu einem großen Missionar wurde. Das Bild des Bootes wurde im Predigtspiel aufgegriffen.

Was gehört zu einem Boot? Ein Rumpf, der Schutz bietet – ein Mast, der aufrecht steht – ein Segel, das für den richtigen Kurs nötigt ist…: All diese Bauteile wurden im Gespräch auf die Gemeinde von Bad Sassendorf bezogen – in der Hoffnung, dass die Pfarrei Heilige Familie auch zukünftig mit dem Heiligen Geist in eine gute Zukunft „segelt“.  

Bevor die GottesdienstbesucherInnen sich auf den Heimweg machten, bekamen sie eine Postkarte an die Hand. Sie zeigt eine Szene des Hauptportals der Pfarrkirche Bad Sassendorf: Papst Gregor erteilt Bonifatius den Missionsauftrag. Marie-Theres Klösener (Vorsitzende im PGR) ermunterte die Gläubigen nachzudenken, was denn ihr eigener Auftrag in der heutigen Zeit sein könnte.

Hingewiesen sei an dieser Stelle auf den nächsten Freiluftgottesdienst, der ebenfalls einer Initiative des Pfarrgemeinderates zu verdanken ist: Am Fronleichnamstag – 11. Juni – steht diese Messfeier unter dem Motto „Julianas Traum“. Der Gottesdienst findet statt vor dem Hof Haulle (Salzwelten) und beginnt um 10.30h. Auch hier weisen die Veranstalter auf die begrenzte Platzanzahl hin und empfehlen das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes.

Frauengottesdienst stellte Junia und Phoebe in den Mittelpunkt

Ostinghausen. Unter dem Motto „himmlisch weiblich“ waren am 10. März die Besucherinnen und Besucher zum abendlichen Gottesdienst in die Christophoruskirche Ostinghausen eingeladen. Dort „begegneten“ ihnen zwei biblische Frauen: Phoebe und Junia. Nicht vielen sind diese beiden frühen Christinnen geläufig, deshalb mussten sie sich erst einmal der Gemeinde vorstellen: Die erste war eine patente Geschäftsfrau, offen und gastfreundlich zu Fremden. Als engagierte Glaubensbotin verkündete sie das Evangelium. Sie wird sogar mit dem Titel Diakonin angeredet.

Auch Junia wird vom Apostel Paulus erwähnt. Ihr Mut wird gepriesen, denn auch in gefährlichen Situationen setzte sie sich für Gottes Wort ein. In einem kleinen Anspiel wurde dabei deutlich, dass beide heutigen Frauen in der Kirche etwas zu sagen haben. Ihr Engagement kann Christen und Christinnen unserer Tage zum Vorbild und Zeugnis gereichen, als guter Ansporn, weiterhin die eigene Taufberufung zu leben. So rief Phoebe abschließend alle Anwesenden auf: Setzt auch ihr eure Talente, Fähigkeiten und Begabungen zum Erhalt eurer Gemeinde ein!

Weltgebetstag rief zur Solidarität mit Simbabwe auf

Bad Sassendorf. Steh auf!!! Dieser Appell ertönte mehrfach am 6. März durch den Kirchenraum von St. Bonifatius. Steh auf … für (Geschlechter)Gerechtigkeit, Frieden, Bildungschancen! So ließ sich die Überschrift in diesem Jahr ergänzen, wenn man das Liedheft studierte. Frauen der evangelischen und katholischen Gemeinde aus Bad Sassendorf hatten es wieder geschafft, das aktuelle Thema interessant aufzubereiten.

Ungewöhnlich war bereits der Beginn des abendlichen Gottesdienstes. Auf einem Sofa lag eine schlafende Frau, sie musste doch glatt erst einmal geweckt werden, damit sie die folgende, sehr abwechslungsreich gestaltete Feier nicht verpasste. Diese symbolische Szene spiegelte gleichzeitig den Aufruf der Frauen aus Simbabwe wider, die zum Aufstand gegen politische und soziale Ungerechtigkeit motivieren wollten. Eine biblische Heilungsgeschichte (Joh 5) wurde dabei aktualisiert und in unsere Zeit übertragen. In Briefform erzählten die Afrikanerinnen von ihrem Schicksal, dass die über 50 erschienenen Kirchbesucherinnen anrührte.

Das Vorbereitungsteam hatte allerdings nicht nur inhaltlich Einiges zu bieten, auch kulinarisch verwöhnten sie ihre Gäste. Bei einem Salat nach einem Rezept des Gastgeberlandes und Brot ließ man gemeinsam den Abend im Bonifatiushaus ausklingen. Und im nächsten Jahr darf man gespannt sein auf den Gottesdienstvorschlag aus Vanuatu (ein Inselstaat im Südpazifik).

 

Hungertuch auch Thema der Frühschicht in St. Bonifatius

 Bad Sassendorf. Mitte Februar bekamen die KirchbesucherInnen und -besucher des Pastoralen Raumes Soest eine Broschüre überreicht. Gefüllt war dieser Fastenzeitbegleiter mit zahlreichen Impulsen, Möglichkeiten der Begegnung, Gottesdiensten, musikalischen Veranstaltungen u.v.m. Ein Kapitel trug darin die Überschrift „Früh- und Spätschichten“.

Dazu wird es auch ein Angebot in Bad Sassendorf geben: Am 28. März sind alle Interessierten morgens um 7h in die Bonifatiuskirche eingeladen. Gemeinsam soll dabei in Gebet, Meditation und Gesang das Hungertuch in den Blick genommen werden. Anschließend soll gemeinsam gefrühstückt werden, dazu bringe jede(r) etwas für den gemeinsamen Verzehr mit.

Das Motiv des Hungertuchs „Mensch, wo bist du?“  wird im Übrigen in vielen anderen Terminen aus dem Fastenzeitbegleiter aufgegriffen. Für Interessierte liegt es in den Schriftenständen der katholischen Kirchen aus. Von dort darf es ebenso für Freunde und Bekannte mitgenommen werden, denn: „es lohnt, die Broschüre immer mal wieder in die Hand zu nehmen und darin zu stöbern“, wie es Propst Dietmar Röttger in der letzten Familienmesse in Bad Sassendorf formulierte.