Aus der Pfarrgemeinde

Ökumenisches Zeichen zeigt die tiefe Verbundenheit der Konfessionen im Kurort

Bad Sassendorf. Der gemeinsame Weltgebetstag für Frauen und in diesem Jahr erstmalig auch für die Kinder, konfessionsübergreifende Schulgottesdienste, die Bibelwochen… Aufgezählt sind hier noch längst nicht alle Veranstaltungen, die zeigen, dass es ein langjähriges gutes Miteinander zwischen den beiden benachbarten Kirchtürmen der evangelischen und katholischen Pfarrei gibt. Ein besonderes Zeichen für die Verbundenheit konnten die Gläubigen in der Vergangenheit stets im Rahmen der Osternacht in St. Bonifatius sehen. Einem Vertreter der evangelischen Gemeinde wurde vom Zelebranten dann immer das Osterlicht mit guten Wünschen für alle Kirchenmitglieder überreicht. Aufgrund der Pandemiesituation geschah dieser Akt heuer bereits eine Woche zuvor – im Hochamt des Palmsonntages.

Die Osterkerze übergab Pastor Reinhold Frickenstein hier an Reinhild Anemüller (Foto) in der Schützenhalle.

Die diesjährige Osternacht wird – aufgrund der fortlaufenden Renovierungsarbeiten im Kurort – in St. Christophorus gefeiert. Erinnert seien noch einmal alle KirchbesucherInnen an das Anmeldeverfahren für die katholischen Gottesdienste in der Heiligen Woche vom Gründonnerstag bis Ostermontag. Informationen finden sich dazu im Pfarrbrief oder auch auf der Homepage www.pr-soest.de!

PGR Heilige Familie nimmt Stellung

Ostinghausen. Am vergangenen Wochenende hat das Pastoralteam – also die katholischen Seelsorgerinnen und Seelsorger im Bereich Soest / Möhnesee / Bad Sassendorf – einen Brief an die Gläubigen verfasst und sich darin zur aktuellen Situation der Kirche geäußert.

Inhaltlich ging es dabei um die drei Themen Missbrauch und sexualisierte Gewalt im kirchlichen Rahmen, um die Rolle der Frau im Blick auf die Weihe und die Geschlechtergerechtigkeit im Allgemeinen sowie um die römische Verlautbarung zum Thema Segnung von homosexuellen Paaren.

Die gewählten – ehrenamtlichen – Mitglieder des Pfarrgemeinderates Bad Sassendorf möchten nachdrücklich zum Ausdruck bringen, dass sie diese Haltung der Hauptamtlichen in vollem Umfang unterstützen.

Wörtlich heißt es:

„Wir sind uns dessen bewusst, dass diese offen kommunizierte Haltung nur ein kleiner Schritt in Richtung Lösung der bestehenden Probleme sein kann. Jedoch geht dieser Schritt in die richtige Richtung der Öffnung und des Dialogs. Wir im ehrenamtlichen Gremium sind uns einig, diese zukunftsweisenden Themen gründlich im Blick zu behalten. Wir wünschen uns einen mutigen Umgang der Priester und Seelsorgerinnen und Seelsorger mit diesen kritischen Fragen, um die vielfältigen Veränderungen in der Gesellschaft ganz bewusst zu berücksichtigen.“

Diese Stellungnahme des Pfarrgemeinderates wird auch im Rahmen der Messe am heutigen Samstag durch ein ehrenamtliches Mitglied verlesen (18h / St. Christophorus Ostinghausen).

 

Sandbilder

Male ein Bild in den Sand mit deinem Finger! Setze ihn dabei nicht ab… Schaffst du das?! Hier seht ihr die eingereichten Ergebnisse. Allen Beteiligten nochmals herzlichen Dank!

Gedankenreise führte junge Familien nach Vanuatu

Bad Sassendorf. Vanuatu? Nie gehört! Das dachten sich einige junge Christen aus Bad Sassendorf vermutlich, als sie von Pfarrerin Leona Holler (ev. Gemeinde) und Felicitas Hecker (kath. Gemeinde) zur evangelischen Kirche am ersten Freitag im März eingeladen wurden. Am Weltgebetstag, der in diesem Land vorbereitet worden war, waren im Kurort nämlich nicht nur die Erwachsenen willkommen, sondern nachmittags wurden besonders die Familien im Grundschulalter begrüßt.

Mit Neugier erkundeten diese dann auch die Station, die dort von ehrenamtlichen Frauen der beiden Gemeinden mit viel Liebe aufgebaut worden war. Kokosnuss, ein großes blaues Tuch, ein Glas mit Sand, eine PowerPoint-Präsentation mit landestypischen Impressionen…: Einiges gab es für die Familien zu entdecken, bevor sie von „Rhetoh“ angesprochen wurden. Rhetoh war eine Vertreterin des Inselstaates Vanuatu, der auf der ausgehängten Landkarte im Pazifik nahe Australien zu finden war. Die Frau erzählte aus ihrem Leben, das in einer achtköpfigen Familie begann und die sich durchkämpfen musste, um Bildungschancen nutzen zu können. Aufmerksam verfolgten die jungen KirchbesucherInnen ihren Erzählungen und lernten auch noch ein neues Fadenspiel kennen.

Zur Erinnerung bekam jede Familie eine gut gefüllte Tüte mit, die mit Leckereien, Infos und kleinen Geschenken versehen war. Zusätzlich gab es ein Glas mit Sand, damit verbunden war ein Auftrag an die Kinder als kleine „Hausaufgabe“: Schaffst du es, mit einem Finger ein Bild in den Sand zu malen, ohne diesen Finger abzusetzen? Wer mag, darf gerne davon sein Foto (auch als Selfie) einreichen unter felicitas.hecker@pr-soest.de! Die Fotos könnten dann in Kürze auf der Homepage der beiden Pfarreien veröffentlicht werden.

Mit einem Lied aus der diesjährigen Gottesdienstordnung riefen die beiden Seelsorgerinnen den Kindern und Eltern noch einen Segensspruch zu: „Gott will Segen auf uns legen, ist uns nahe, wenn wir beten. Wir sind hier in Gottes Namen, sind in Gottes Liebe eins!“ Weil derzeit in den Gotteshäusern nicht gesungen werden darf, wurde kurzerhand aus dem Text ein Gebet formuliert, das durch die Gesten der Kinder ausdrucksstark unterstützt worden ist.

 

Junge Familien sind zum Weltgebetstag der Kinder willkommen

Bad Sassendorf. Herzlich Willkommen auf Vanuatu! Diesen Gruß rufen am 5. März Leona Holler, Pfarrerin der evangelischen Gemeinde, und Felicitas Hecker, Gemeindereferentin der Pfarrei Heilige Familie, auch den Mädchen und Jungen aus Bad Sassendorf zu! Über den Weltgebetstag wurde bereits ausführlich berichtet. Die Frauenhilfe und die kfd der beiden Gemeinden werden die evangelische Kirche am ersten Freitag im März von 9 bis 16 Uhr öffnen und landestypisch gestalten. Doch auch die jungen Christen sind herzlich eingeladen!

Am gleichen Tag sind nämlich die beiden Hauptamtlichen am Nachmittag von 15-17h vor Ort und wollen sie einführen in die Geschichte und Lebensweise des Inselstaates im Pazifik. Im Vorfeld haben sie deshalb Tüten gepackt: Spannende Infos, landestypische Leckereien, Spiel- und Bastelideen, ein kleiner Blumengruß… Das alles erwartet die TeilnehmerInnen. Land und Leute können sie dabei kennenlernen. Parallel laufen über den Beamer auch Fotos im Kirchenraum, damit alle einen Eindruck von dem Land – ein Südseeparadies! – gewinnen können.

Worauf bauen wir? Dazu, dem diesjährigen Motto, soll es noch eine kleine Gestaltung für die Familien im Sand geben. Die Bewohnerinnen gelten übrigens als sehr zufrieden und glücklich! Leona Holler und Felicitas Hecker hoffen nun, dieses Glück mit den jungen Familien teilen zu können, wenn sie im Namen von Rhetoh, Mothy und Jacklynda (drei Frauen aus dem Vorbereitungskreis des WGT in diesem Jahr) hoffentlich viele Kinder und Eltern begrüßen können.

 

Offene Kirche lud zu Kreativität, Nachdenken und Verweilen ein

Ostinghausen. Ein eigenes Kreuz mit persönlichen Gedanken und Motiven gestalten, einen handgeschriebenen Gruß verfassen, seine Klagen vor Gott tragen, eine Lichttüte für dunkle Abende mitnehmen, eine Fürbitte in eigenem oder allgemeinem Anliegen notieren, Fastenvorsätze fasten, Ideen fürs heimische Basteln für Erwachsene und Familien bekommen…: Einiges wartete am Samstag nach Aschermittwoch auf die BesucherInnen der offenen Kirche in St. Christophorus.  Der Vorbereitungskreis aus ehren- und hauptamtlichen Mitgliedern der Pfarrei Heilige Familie hatte im Vorfeld viele Überlegungen angestellt, wie man zu Beginn der Fastenzeit einen besonderen Akzent setzen kann. Jung und Alt waren somit eingeladen, einfach die Vielfalt der Angebote auf sich wirken zu lassen, einen Augenblick Platz in einer Bankreihe zu nehmen, der meditativen Musik zu lauschen…

Begonnen wurde der Tag mit einer kurzen Andacht. Los geht’s – Aufbruch in eine neue Zeit… Mit diesen Gedanken war der Wortgottesdienst überschrieben. Darin begegneten die KirchbesucherInnen zwei bekannten biblischen Figuren: Abraham und Sarah. Sie hatten die Stimme Gottes vernommen und sich auf den Weg gemacht – trotz vorhandener Sicherheiten brachen sie ins Ungewisse auf. Dieses Leitmotiv kann auch über der Fastenzeit 2021 stehen, die für Gläubige eine innere Reise auf das Osterfest sein kann.

Einige Notizen konnten die TeilnehmerInnen vor Ort lassen. In Anlehnung an die Klagemauer in Jerusalem konnten beispielsweise persönliche Sorgen aufgeschrieben und anonym hinterlassen werden. Diese Impulse sollen auch in die Messe am 21. März einfließen. Um 10.30h sollen die Gedanken zu Glaube – Hoffnung – Liebe im Gottesdienst in St. Christophorus ihren Platz bekommen. Bis dahin sollten auch die gestalteten Keilrahmen zurückgegeben werden, die in Kreuzform dann präsentiert werden.

Die Vorbereitungsgruppe weist daraufhin, dass einige Stationen über den Samstag hinaus in der Kirche verbleiben, so dass die KichbesucherInnen nach wie vor Fürbitten aufschreiben, den Frauenkreuzweg beten, Anregungen mitnehmen dürfen.

 

Einladung ...

Analoge & digitale Angebote für junge Familien in der Pfarrei Heilige Familie

Bad Sassendorf.Ostinghausen. Die Königin der Blumen – die Rose – steht im Mittelpunkt der nächsten Kinderkirche. Am 14. Februar läuten dafür die Glocken um 17h in der Christophorus-Kirche zu Ostinghausen. Ein herzliches Willkommen gilt dann den Familien mit Töchtern und Söhnen im Kindergarten- und Grundschulalter.

Anfang Februar haben sich Hauptamtliche aus dem Pastoralen Raum Soest online getroffen, um ein digitales Angebot zu planen. Bereits im letzten Jahr hat es verschiedenste Angebote auf dem Youtube Kanal der katholischen Kirchengemeinden gegeben, die vor allem den jüngeren ChristInnen als Zielgruppe hatten. Die positive Resonanz hat die GemeindereferentInnen ermutigt, für die Fastenzeit 2021 eine Fortsetzung auf den Weg zu bringen. Zum Vorbereitungsteam gehört auch der Domorganist Stefan Madrzak, so dass auch für ein ansprechendes musikalisches Programm gesorgt ist. Die Kommunionjahrgänge 2020 & 2021 haben in der vergangenen Woche bereits dazu eine Email bekommen, um sich an der Online-Messe zu beteiligen. Sie wurden aufgerufen, Selfies zur Thematik einzureichen. Erinnert sei deshalb nochmals an den Anmeldeschluss (21. Februar). Informationen finden sich dazu wie gewohnt unter www.heilige-familie-badsassendorf.de!

Einladung ...

Gemeinsames Netz zwischen Kommunionkindern und Jesus

Ostinghausen. Ein Fischernetz begrüßte bei der letzten Kinderkirche die jungen BesucherInnen in St. Christophorus. Doch zunächst wurde ihr Blick auf ein kleines Band gelenkt: Ein Freundschaftsband wurde ihnen vorgestellt. Nichts Besonderes, meinte Lektorin Judith… Doch - lautete die Antwort. Dieser Armschmuck war nämlich beschrieben mit einem Segenspruch, somit stellte es sich als Freundschaftsband mit Gott heraus.

Nach dieser Einführung unternahmen alle eine kleine Gedankenreise in das Land Israel, der Heimat Jesu. Der Focus richtete sich auf den See von Galiläa, an dem Jesus seine ersten Freunde – die Fischer Simon, Andreas, Johannes und Jakobus – fand. Dem Tagesevangelium folgte nun ein kleiner Versuch mit den Kommunionkindern: Gelingt es auch ihnen ein Netz zu bauen, dass sie untereinander und mit Jesus verbindet? Mit Hilfe eines Wollknäuels funktionierte es sogleich, jeder der Drittklässler erzählte dabei, was er besonders an Jesus schätzt. Mit der Aktion wurde ein bekannter Liedtext im Ostinghauser Kirchenraum sichtbar: Echte Fründe ston zesamme!

Entlassen wurden alle mit dem Wunsch, dass sie im Leben immer wieder spüren, dass Gottes Freundschaft sie wie ein Netz durch die Alltagssorgen tragen kann oder wie ein Seil den Bergsteiger absichert. Als Erinnerung nahm sich jede(r) ein Freundschaftsbändchen mit.

Heilige-Familie(n)-Kisten stehen in und an den Kirchen bereit

Bad Sassendorf.Ostinghausen.Bettinghausen. Wie kann Glaube eigentlich in diesen Zeiten vermittelt werden, wo doch der Kirchgang nicht immer möglich erscheint? Und vor allem: Wie gelingt es der jüngeren Generation von Jesus zu erzählen? Diese Frage stellten sich in diesen Tagen auch die Kommunionkatechetinnen. Daraus entstand die Idee der Heilige-Familie(n) Kiste. Die ungewöhnliche Schreibweise leitet sich von Patronat der katholischen Pfarrei Bad Sassendorf ab und möchte deutlich machen: Hier gibt es von der Gemeinde Angebote für Eltern mit Kindern im Alter von Grundschule und Kita. Die Kisten stehen in den Kirchen (St. Antonius und St. Christophorus) und in einer verschließbaren Box (vor dem Pfarrhaus St. Bonifatius, neben den Pfarrnachrichten). Eingeladen zur „Selbstbedienung“ sind alle, die sich von diesem Gedanken angesprochen fühlen. Es wäre schön, wenn diese Boxen langfristig vor Ort stehen bleiben könnten. Das würde bedeuten, dass sie kontinuierlich mit neuen Ideen & Impulsen (Gebete, Bastelvorlagen, kleine Mitgaben..) gefüllt würden. Somit ergeht gleichzeitig der Aufruf: Helft mit, dass die Ideenbörse fortläuft! Wer dafür Anregungen zur Verfügung stellen könnte, ist gebeten, diese der Gemeindereferentin zuzumailen (felicitas.hecker@pr-soest.de / wenn möglich im pdf-Format). Für Rückfragen steht sie unter 02921 / 53614 zur Verfügung.

 

Pfarrei stellte trotz Corona einiges auf die Beine

Bad Sassendorf.Ostinghausen.Bettinghausen. Mit dem ausgehenden Jahr wurde auch die Chronik der Pfarrei Heilige Familie für das Jahr 2020 fertiggestellt. Wenn man nun darin blättert, kann man sich an zahlreiche Aktivitäten zurückerinnern.

Ihr 100jähriges Jubiläum feierten beispielsweise die Frauen der Sassendorfer kfd im Januar. Zu Beginn des Jahres trafen sich auch erstmalig die jungen Fimbewerberinnen und -bewerber der Gemeinde. Für die Katholiken des Pastoralen Raumes wurde auch wieder ein Fasten-zeitbegleiter heraus-gegeben, doch leider konnten hier nur die ersten Termine tatsächlich umgesetzt werden. Mit der Aktion „Schmiede dein Kreuz“ (Mitte März) endete dann recht abrupt die Kommunionvorbe-reitung, die danach digital fortgeführt wurde.

Der Pfarrgemeinderat hatte es sich zu Ziel gesetzt, auch im Kernort Messen anzubieten: Einige Open-Air-Gottesdienste (Bettinghausen, Hof Haulle, Haus Düsse und Kurpark) wurden organisiert, ab Herbst ging es dann in die Schützenhalle. Hier sollen auch im kommenden Jahr weiterhin Hochämter am Sonntagvormittag angeboten werden. Der nächste Termin hierfür ist der 3. Januar (10.30h). Im Frühjahr wurden aus dem Pastoralen Raum zudem einige Wort-Gottes-Feier-LeiterInnen beauftragt, die in Zukunft das Pastoralteam unterstützen werden.

Über digitale Angebote – u.a. auch die Tragseil-Impulse – wurde von der Seite einiger Priester und GemeindereferentInnen versucht, den Gläubigen in schwierigen Zeiten spirituelle Begleitung anzubieten. Coronakonform wurden die Sakramente der Firmung und Erstkommunion im Herbst gespendet. Zwei Mal öffnete sich der Vorhang im Kirchenkino für die Messdienerschar, die Anfang des Jahres noch zum (analogen) Wochenende aufbrechen konnte. Mit der Poesie am offenen Fenster wurden die Seniorenheime in Soest – Möhnesee – Bad Sassendorf beglückt. Ende des Jahres hatte der neue gemeinsame Pfarrbrief seine farbenfrohe Premiere im ansprechenden Layout. Das Friedenslicht erreichte die Gemeinde ebenfalls – eine Woche später als in den vergangenen Jahren, aber dennoch in gewohnter stimmungsvoller Atmosphäre.

Einige Vorhaben fielen der Pandemie zum Opfer – wie z.B. die Ausflüge der MessdienerInnen, das Novemberprojekt und das Krippenspiel. Dennoch haben Ehren- und Hauptamtliche viele kreative Ideen entwickelt. So brachten die Katechetinnen beispielsweise den neuen Kommunionkindern Adventstaschen, die sie auf das Weihnachtsfest vorbereiten sollten.

Im Rückblick sagt das Pastoralteam allen ein herzliches Vergelt’s Gott für das Vergangene – in der Hoffnung auf ein gesundes Jahr 2021!!!

Familien reisten auf den Spuren von Maria und Josef

Bad Sassendorf. Nein, der Weg 2020 führte nicht von Nazareth nach Betlehem. Durch den Kurort ging es für junge Familien, um sich am Heiligen Abend auf das Weihnachts-fest einzustimmen. Vier Stationen – Gradierwerk - katholische Kirche - evangelische Kirche - Gradierwerk – luden zum kurzen Verweilen ein.

An jedem Punkt gab es einen Impuls zum Nachdenken, zum Austausch, zum Innehalten. Mit einem kleinen Symbol (Kerze, Stern, Aufsteller) ging es dann weiter. Mit Hilfe von QR-Codes erhielten die Familien musikalische Begleitung auf ihrer Reise. Zuhause konnten sie sich dann vor der heimischen Krippe versammeln und nochmals der Weihnachtsgeschichte und einer Meditation lauschen, bevor sie dann im Kreise der Lieben weiterfeiern konnten.

 

 

Friedenslicht leuchtet nun auch im Kurort

Bad Sassendorf.Ostinghausen.Bettinghausen. Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen… Lediglich zwei Tage vorher trafen sich Musiker und Vorbereitungskreis noch einmal, um die letzten Feinheiten abzustimmen. Wie können wir in Corona-Zeiten dennoch das Friedenszeichen in unsere Mitte bringen? Geplant wurde somit eine outdoor-Lichtfeier, zu der sich gut 40 Gläubige einfanden. „Frieden überwindet Grenzen“ und das Licht musste noch weitere Hürden nehmen, wie Marcus Heimann vom Vorbereitungskreis den GottesdienstbesucherInnen erklärte. Denn in Zeiten der Pandemie war auch der Weg nach Bad Sassendorf etwas komplizierter als in den letzten Jahren.

Inhaltlich orientierte sich die Feier an der Stelle aus dem Markus-Evangelium, in der Jesus einer heidnischen Frau begegnet. Was erstaunlich anmutet: Er weist diese Frau ab, obwohl sie doch in einer äußerst misslichen Lage ist… In einem kleinen Anspiel wurde dieser Konflikt aufgegriffen: Als es nämlich darum ging, das (Friedens)Licht zu teilen, wurden alle Bittsteller – darunter auch Vertreterinnen aus der Messdienerleiterrunde – erst zögerlich empfangen, passten sie doch nicht in das allgemeine Konzept: Sie schienen zu unfreundlich, zu wenig angepasst, zu wenig der Norm entsprechend. Aber wie die heidnische Frau der Bibel schafften sie es jeweils durch kluge Worte, dass mit ihnen das Licht geteilt wurde. Unter den Klängen von Sinpalabras schloss sich dann eine kleine Prozession an, in der alle Gottesdienstteilnehmerinnen kontaktlos das Licht erhielten.

„Hilf uns zu erkennen, welche ganz kleinen Schritte wir selbst tun können“, um Frieden zu stiften. Mit diesem Gedanken aus der Schlussmeditation wurden die Besucher wieder entlassen. Nach der Lichtfeier wurde die Flamme nach Ostinghausen (in die Abendmesse) und nach Bettinghausen (vor der Kapelle) am selben Abend übertragen. Das Pastoralteam dankt dem Vorbereitungskreis, sinpalabras und den Messdienerinnen für ihr Engagement und das Friedenszeichen, das sie in der Pfarrei Heilige Familie entzündet haben.

Johann Hinrich Wichern „besuchte“ die Kinderkirche

Ostinghausen. „Da haben Sie ja gerade meine Idee stibitzt…“ – Etwas aufgeregt war der Fremde schon, als er sich aus seiner Kirchenbank während des Kinder-gottesdienstes er-hob. Der Mann stellte sich als Johann Hinrich Wichern vor. Aber welche Idee hatte dieser Mann nun vor etwa 150 Jahren? Das erfuhren die jungen Christen im Rahmen ihrer Kinderkirche. Zunächst wurden sie allerdings selbst kreativ: Mit Hilfe von grünen Zweigen, roten Kerzen und violetten Schleifen schufen sie einen Adventskranz. Beim Legen lernten sie die Bedeutung der einzelnen Bestandteile kennen, bevor Johann Wichern ihnen den Ursprung erklärte: Im sogenannten Rauen Haus hatte er sich im 19. Jahrhundert um verarmte Kinder gekümmert, ihnen ein Zuhause gegeben. In der dunklen Jahreszeit ist ihm dann im wahrsten Sinne des Wortes eine „zündende“ Idee gekommen – der Adventskranz. Von Hamburg nahm dieser seinen Siegeszug und ist seither Bestandteil fast jedes christlichen Haushaltes. Als kleine Mitgabe erhielten die jungen Familien einen Auf-steller – ein Bild mit zwei weihnachtlichen Motiven, die vor eine Kerze gestellt werden können und somit die dunkle Jahreszeit erhellen. Die nächste Kinderkirche soll am 24. Januar (ebenfalls um 17h) gefeiert werden – dann lautet das Thema in St. Christophorus: Ein besonderes Band…

Päckchen „verschönerten“ die Altarräume in den katholischen Gottesdiensten

Ostinghausen.Bad Sassendorf. Päckchen an Päckchen reihte sich am „Nikolaus-Wochenende“ in den Messfeiern der Pfarrei Heilige Familie. Zum zweiten Mal hatte der Pfarrgemeinderat an die Solidarität der KirchbesucherInnen appelliert, zum Weihnachtsfest mit den Kunden der Soester Tafel zu teilen.

Im Mittelpunkt der Eucharistiefeier stand ein besonderer Mann – Johannes der Täufer, der von Monsignore Andreas Kurte (Paderborn) mal als ein „seltsamer, ein schräger Typ“ in einer Morgenandacht vorgestellt worden war. Bevor dieser Johannes aber auftrat, meldeten sich zwei Steine zu Wort. Sie lagen am Jordanufer und beobachteten die Szenerie, die der Evangelist Markus am Anfang seines Evangeliums präsentiert. Der Jordan selbst erklärt ihnen in der Fortsetzung des Rollenspiels die Geschichte des Täufers, die auf Jesus Christus hinweist, der durch sein Leben und Wirken die Menschen bis in unsere Zeit begeistert. Und die Begeisterung war ja nun auch im Kirchenraum sichtbar, in Form von christlicher Nächstenliebe, der Päckchenaktion 2020.

Pastor Reinhold Frickenstein bedankte sich deshalb am Ende der Gottesdienste beim Initiator – dem Pfarrgemeinderat – aber auch bei allen, die die Geschenke gebracht haben. Mit Blick darauf, dass in St. Christophorus ebenfalls der Kolpinggedenktag gefeiert wurde, dabei Mitglieder geehrt und neu aufgenommen wurden, meinte er hier resümierend: „Auch Adolph Kolping hat in seinem Leben sehr sozial gehandelt. Er wäre sicherlich heute zu uns auch mit einem großen Paket gekommen…“

Online spenden – nicht nur in Corona-Zeiten

Mit der ersten Corona-Phase bekam das Thema der Digitalisierung im Spendenbereich plötzlich eine größere Bedeutung für die Kirchengemeinde Hl. Familie Bad Sassendorf. In unseren Kirchen konnte niemand mehr zusammenkommen und geplante Aktionen zum Spenden sammeln mussten abgesagt werden.

Der Kirchenvorstand hat daher in Zusammenarbeit mit der Sparkasse SoestWerl einen digitalen Spendenlink auf der Homepage der Pfarrei installiert, auf welchem in wenigen einfachen Schritten Gemeindemitglieder und Dritte eine Spende für einen festen Zweck in der gemeindlichen Arbeit tätigen können.

In der ersten Phase hat Webmaster Michael Ruppik Spendenzwecke wie Pfarrcaritas, Kirchenmusik, Kirchenimmobilien oder Jugendarbeit vorgegeben. Aktuell wird noch die Sternsingeraktion als Sonderzweck installiert. Auf dem persönlichen Kontoauszug findet jeder Spender eine Bestätigung für seine Zuwendung.

Auf dem Bild:  Herr Kleinetigges (Vorstand der Sparkasse) Propst Röttger