Aus dem Pastoralen Raum Soest

Neue Dechanten legen Amtseid ab

Erzbischof Hans-Josef Becker ernennt zum 1. Juli fünf neue Dechanten im Erzbistum Paderborn

Mit dem Ablegen von Glaubensbekenntnis und Amtseid vor Generalvikar Alfons Hardt wurde die Ernennung von fünf neuen Dechanten im Erzbistum Paderborn am Dienstag, 29. Juni, offiziell. Nachdem in den letzten Wochen in den Dekanaten neu gewählt worden ist, treten nun zum 1. Juli 2021 die Pfarrer Ludger Plümpe (Dekanat Emschertal), Dietmar Röttger (Dekanat Hellweg), Thomas Hengstebeck (Dekanat Rietberg-Wiedenbrück), Andreas Schulte (Dekanat Märkisches Sauerland) und Daniel Meiworm (Dekanat Hochsauerland-West) ihre neuen zusätzlichen Ämter an.

Nach dem kanonischen Ämterrecht müssen Dechanten zu Beginn ihrer ersten Amtszeit die „Professio fidei“ (Glaubensbekenntnis) und den Amtseid vor dem Generalvikar des Erzbischofs von Paderborn ablegen. Dabei stellte Generalvikar Hardt die Bedeutung des Dechanten als Bindeglied zwischen Erzbischof Hans-Josef Becker und den Kirchengemeinden heraus. Als Vertreter des Erzbischofs im Dekanat, seien die Dechanten ein wichtiger Teil dessen Hirtensorge.

Der Dechant als Leiter des Dekanats trägt in Zusammenarbeit mit allen in der Seelsorge Tätigen Verantwortung für die Förderung und Koordinierung der gemeinsamen pastoralen und caritativen Tätigkeit im Dekanat. Zudem ist er Vertrauensperson der im Dekanat in der Seelsorge tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die Amtszeit eines Dechanten beträgt fünf Jahre, mehrere Amtsperioden sind möglich. Zusammen gibt es im Erzbistum Paderborn 19 Dekanate. (www.erzbistum-paderborn.de)

 

 

Katholische Angebote für Jugendliche vor Ort

Bad Sassendorf. „+++ ÜBERALL - AUF JEDEN FALL +++“ – Mit diesen Worten ist eine Aktion betitelt, die in diesen Sommerferien läuft. Im Dekanat Hellweg – zu der auch die Pfarrei Heilige Familie Bad Sassendorf gehört – werden dabei verschiedene Angebote von und mit Jugendlichen vorgestellt. Präsentiert wird alles auf verschiedenen SocialMedia-Kanälen (z.B. bei Instagram unter „Jugendhellweg“ oder auch unter www.dekanat-hellweg.de). Dabei können sich die UserInnen über die Vielfalt der Aktionen und Gruppierungen informieren: DPSG, MinistrantInnen, KjG, Youngcaritas und vielen anderen wird ein Forum gegeben. Auf der Homepage heißt es werbend dazu: „Zwischen Hamm und Soest, Lippetal und Möhnesee - ganz bunt und vielfältig in ihrer Gestalt, von ihren Kindern und Jugendlichen, von ihren Leiter:innen. Jugendarbeit geschieht überall - auf jeden Fall.“ Aus der katholischen Gemeinde Bad Sassendorf wird die Arbeit der MessdienerInnen vorgestellt. Wer sich hier für einzelne Aktionen interessiert, ist darüber hinaus zum Besuch der Homepage www.heilige-familie-badsassendorf.de eingeladen.

 

Kirche am See- Leben im Sterben

Mit mehr als 150 Gästen gut besucht war die Messe am Sonntag am Heinrich-Lübke-Haus in Günne, die unter einem besonderen Motto stand.

Die Koordinatorinnen Dorothee Neugebauer und Nicole Hölker mit einem Team von Mitarbeiterinnen des ambulanten Hospizdienstes Soest/ Werl und Pfarrer Uwe van Raay thematisierten das „Leben im Sterben“.

„Sie sind wichtig, weil Sie eben Sie sind. Sie sind bis zu ihrem letzten Augenblick Ihres Lebens wichtig – und wir werden alles tun, damit Sie nicht nur in Frieden sterben, sondern auch bis zum Schluss leben können“ – so ein Zitat von Sicerly Saunders in den einführenden Worten aus dem geschäftsführenden Vorstand des ambulanten Hospizvereins Soest/Werl e.V.

Wenn jemand zunächst dachte, dass diese Thematik sich als schwer oder traurig entpuppt, wurde inhaltlich eher auf einen doch sehr positiven Weg geführt. Nicht nur in den Bibeltexten wurde es nochmal deutlich, dass zum Leben die Endlichkeit gehört und die Kernüberzeugung unseres Glaubens ist, dass der Mensch in jeder Phase seines Lebens von Gott angenommen ist, sondern auch in den Gedanken von Pfarrer Uwe van Raay und Gregor Wennekamp wurde dieses in verschiedenen Facetten reflektiert, dass das Thema „Sterben im Leben“ bzw. „Leben im Sterben“ ermutigen soll, sich mit den oft verdrängten Fragen zu Sterben und Tod auseinander zu setzen. Die Menschen stellten sich auch damals schon den schmerzlichen und leidvollen Erfahrungen.

Am Ende des Lebens Grenzen erfahren- Grenzen eigener Gesundheit, Krankheit, Lebenszeit, Tod und Sterben gehören dazu, aber auch die eigene Endlichkeit annehmen, wenn auch mit Ängsten, aber mit dem Vertrauen auf Gottes Gegenwart. Wenn vom Leben auf das Sterben geschaut wird, dann kann in der Verheißung vom Sterben auch wieder ins Leben geschaut werden. Und wie der Blick vom Leben ins Sterben in den Musikstücken getragen kam, so war der Blick vom Sterben ins Leben mit so viel Schwung musikalisch aufgebaut, dass es keine Überredung brauchte, diesen ins Klatschen der Gottesdienstbesucher zu übersetzen. Musikalisch sehr „schwungvoll“ begleitete der Gospelchor „Spirit of Music“ aus Anröchte diesen Gottesdienst mit, und zauberte den Besuchern somit ein Lächeln ins Gesicht bei diesen inhaltlichen Themen zum Sterben, sodass viel LEBENDIGKEIT in der Gemeinde zu spüren war.

Es besteht immer eine gesellschaftliche Herausforderung neu über das „Leben im Sterben“ mit seiner Verletzlichkeit und Begrenztheit nachzudenken und im Sterben selbst geht es immer noch um das LEBEN und die LEBENSQUALITÄT-nicht nur für die Sterbenden, sondern auch für die Angehörigen, Zugehörigen und die begleitenden Personen. Informationen und Diskussionen sollten das Bewusstsein schärfen, wie sehr Leben immer wieder neu auch Schutz braucht.

So ist die menschenwürdige Antwort auf die Bedürfnisse von Schwerstkranken und Sterbenden auch eine bedarfsgerechte Palliativ- und Hospizarbeit. Dazu hat der ambulante Hospizdienst Soest/Werl aus dem Haupt- und Ehrenamt einen Einblick in seine Arbeit gegeben und aufgezeigt, wie auch die letzte Lebenswegstrecke im hier und jetzt hoffnungsvoll und „lebendig“ begleitet werden kann. Nach dem Gottesdienst hatten die Teilnehmer/innen die Gelegenheit, über die Angebote des Vereins zu sprechen, was reichlich genutzt wurde.

Kontakt: Dorothee Neugebauer und Nicole Hölker, Koordinatorinnen (01525/968 69 83)

Kirchenschiff stach in (den Möhne)See – ein Bericht über die Saisoneröffnung der Kirche am See

Körbecke. Die 10. Saison wurde am ersten Maiwochenende eröffnet. Und direkt zum Startpunkt – der aufgrund der Corona-Situation in der Pfarrkirche St. Pankratius gesetzt, aber gleichzeitig live gestreamt wurde – konnte Pastor Ludger Eilebrecht einen besonderen Gast willkommen heißen. Aus Paderborn war Nadine Mersch gekommen. Sie ist nicht nur Vorsitzende des Diözesankomitees, sondern gleichzeitig nimmt sie am Synodalen Weg teil. Als Mitglied des Forums Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft konnte sie deshalb als „Augenzeugin“ aktuell und hautnah berichten. Doch zunächst trat jemand anderes auf: Jonas (Fehling), der Weinbauer, blickte nachdenklich auf seinen Weinstock: Soll ich die Rebe abschneiden? Soll ich noch einmal nachgießen? Ist alles verdorrt?... Damit führte er die BesucherInnen im Kirchenraum und an den Bildschirmen schon in das Thema des Tagesevangeliums ein, in dem Johannes das Bild des Weinstockes ausdeutet. Nach der biblischen Lesung erfolgte dann eine Dialogpredigt: Jutta Ebbert (vom Team „Kirche am See“), Pastor Ludger Eilebrecht und Gemeindereferen-tin Felicitas Hecker sinnierten über die Frage, wo / ob man der kirchlichen Tradition folgt oder Neues wagt…, also wie die Reben, die die Verbindung zum Weinstock halten, aber auch als eigenständige Früchte lebendig bleiben (um im Bild des Evangelisten zu bleiben). Einwürfe kamen dazu stets passend von Nadine Mersch, die als Teilnehmerin des Synodalen Weges Erfahrungen, Ideen und Erkenntnisse einbringen konnte. Aber auch sie konnte viel aus dem Gespräch mitnehmen, denn es ist wichtig, dass bei dem Reformprozess Kirchenbasis und die synodalen Foren (Anmerkungen aus dem Publikum konnte sie direkt schon im Gottesdienst aufgreifen) im Austausch bleiben – so ihr Standpunkt. Deshalb können auf der Homepage www.kircheamsee.de weitere Fragen an sie gestellt werden, dazu ermunterte sie ausdrücklich am Ende ihrer Ausführungen.

Für die musikalische gute Stimmung sorgte die Band Connect, die die ZuschauerInnen am Bildschirm ermunterte, zu Hause kräftig mitzusingen. Pastor Eilebrecht dankte allen Mitwirkenden am Ende der Messe für die Unterstützung und lud zu den nächsten Feiern herzlich ein. Wie es weitergeht im Projekt „Kirche am See“ können Interessierte aus den Infos der Homepage entnehmen, dort wird stets aktualisiert.

Ein Auswärtsspiel wird es am 16. Mai geben. Dann nimmt das Kirchenschiff Kurs auf Bad Sassendorf. An der Saline (11h) wird die Messe bei hoffentlich gutem Wetter open air gefeiert – alternativ geht es in die frisch renovierte St. Bonifatiuskirche. „Ich sende sie in die Welt“ … lautet dann das Motto. Kritisch fragt dann das Vorbereitungsteam (dieses Mal: PGR Bad Sassendorf), ob es sich überhaupt noch lohnt, in der Kirche mitzumachen. Welche Gründe sprechen dafür? – darüber können sich auch die GottesdienstteilnehmerInnen eigene Gedanken machen, während sie der Musik der Gruppe Sinpalabras lauschen. Im Anschluss werden Produkte vom heimischen Eine-Welt-Kreis angeboten. Eine Anmeldung zum Gottesdienst ist nicht erforderlich.

 

40 Tage- 40 Gesichter

eine Aktion der katholischen Jugendarbeit im Dekanat Hellweg

Schokolade macht glücklich, Jugendarbeit auch. Auf Schokolade können wir in der Fastenzeit verzichten, auf Jugendarbeit nicht. 40 junge und junggebliebene Menschen berichten was sie mit katholischer Jugendarbeit verbindet.

Andreas Riedl findet die ständige Bewegung in der Jugendarbeit klasse (Er ist Leiter in der Jugendarbeit am Möhnesee).

Doris Noll berichtet beispielsweise von den Wurzeln, die die Jugendarbeit ihr selbst, aber auch heutigen Kindern gibt (Sie ist Dekanatsreferentin für Jugend und Familie).

Stephan Mockenhaupt freut sich vor allem über die Kreativität der jungen Christen (Er ist der Dekanatsjugendseelsorger)..

Andreas Krüger blickt mit Stolz auf junge Erwachsene, die er ein Stück weit prägen und begleiten durfte. (Er ist Gemeindereferent im Pastoralen Raum Soest).

Liebe Jugendliche,

seid ihr neugierig geworden auf weitere Statements? Dann schaut einmal auf die Homepage des Dekanates Hellweg( www.dekanat-hellweg.de) oder auf den Kanälen Facebook und Instagram unter @jugendhellweg gibt es jeden Tag einen neuen Impuls.

Aschenkreuz 2021 der Familien ist beständig

Soest.Möhnesee.Bad Sassendorf. Für viele Gläubige gehört es selbstverständlich dazu: Das Aschenkreuz zu Beginn der Fastenzeit. Vor Corona war es ein bekannter Brauch, dass sich in den katholischen Gotteshäusern am Aschermittwoch die Gemeindemitglieder trafen und ein Priester / pastoraler MitarbeiterIn ihnen das Kreuz als Zeichen der Vergänglichkeit auf die Stirn zeichnete. Einen Tag lang wurde es dann sichtbar „vor Kopf“ getragen, bevor es dann abends verblasst war.

Weil im Frühjahr 2021 der Kirchbesuch nicht immer / nur schwer möglich war, hat Andreas Krüger, Gemeindereferent aus Soest, stellvertretend für das Pastoralteam einen Kindergottesdienst online gestellt. Darin erklärte er anschaulich die Bedeutung des Tages und des Symbols. „Leider kann ich euch jetzt nicht das Kreuz auf die Stirn geben, doch ich habe eine Alternative für euch…“ – verriet der Seelsorger am Ende seines Gottesdienstes. Am Schluss wurde nämlich ein Rezept eingeblendet, in dem aus Salzteig – vermengt mit Asche – Kreuze gebacken werden konnten.

Somit prangt nun zwar kein Kreuz auf der Stirn der jungen Christen, aber in einigen Häusern ist es nun als dauerhaftes Zeichen an der Wand zu sehen.

Das Pastoralteam wünscht sich, dass es die Familien ab jetzt im Alltag begleitet und stets aufs Neue an die Fastenzeit erinnert…

 

Donnerstagsgebet rückt Mut zur Veränderung, Offenheit und Geschlechtergerechtigkeit in der katholischen Kirche in den Mittelpunkt

Im Februar 2019 rief die Schweizerin Irene Gassmann (Benediktinerinnenabtei Kloster Fahr) das sogenannte Donnerstagsgebet ins Leben und von da an – so könnte man es frei formulieren – „eroberte“ es die katholische Kirche im In- und Ausland. Worum geht es den Menschen, die sich seitdem einmal pro Woche treffen, gemeinsam beten und sich austauschen? Anlass für diese neue Gebetsform waren Missstände in der Kirche (Machtmissbrauch, Rolle der Frau etc.), die zunächst wie allerorten große Betroffenheit auslösten. Doch es sollte nicht bei diesem stillen Erschrecken bleiben. „Wir können nicht viel tun, aber wir können doch beten und das Thema ins Gespräch bringen!“ – war die einhellige Meinung der Ordensschwestern, die auch rasch unter Theologinnen, kirchlichen Mitarbeiterinnen und engagieren Ehrenamtlichen Zuspruch fand. Seitdem wächst der Kreis der Unterstützerinnen in jeder Woche.

„Schritt für Schritt“ – diese Überschrift kennzeichnet die Bewegung, die sich ausbreitete und auch auf offene Ohren im Pastoralen Raum Soest stieß. Hier bildete sich ebenfalls in kurzer Zeit ein Vorbereitungsteam aus Andrea Steinhoff, Ursula Tenhaken-Schmidt und Mechthild Wohter (aus dem Reihen der kfd) und den Gemeindereferentinnen Felicitas Hecker und Martina Neuhaus (aus dem Pastoralteam Soest). Ab September laden sie in die Heilig Kreuz Kirche Soest (Paradieser Weg) jeden ersten und dritten Donnerstag (jeweils 18.30h) ein. Beginn ist der 3. September 2020.

„Unter dem Titel „Schritt für Schritt“ bringt das Gebet zur Sprache, was Frauen und auch Männer bewegt. Wir beten um die Kraft der Veränderung, um Glaubwürdigkeit, Offenheit und Geschlechtergerechtigkeit. Die Kraft dieses Gebetes ermutigt und bringt in Bewegung. Es verbindet uns mit der Geistkraft und untereinander und regt zur Aktivität an.“ So heißt es in der Vorankündigung der Frauen, die darauf hoffen, dass sich viele aus Soest und Umgebung dieser Gebetskette anschließen. Nach dem Gebet gilt die Einladung zu Austausch & Begegnung an verschiedenen Kontaktpunkten in der Kirche.

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